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Wortform

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Als Wortform (grammatikalisch bestimmte Form) bezeichnet man im Unterschied zum Lexem ein flexivisch ausdifferenziertes Wort, das durch grammatische Kategorien beschreibbar ist. Im Gegensatz zur lexikalischen Ableitung brauchbar aus dem Stamm brauch-, sind demnach die Formen braucht, gebraucht, brauche Wortformen. Alle Wortformen eines Lexems zusammengenommen bilden ein Wortparadigma. Durch diese Unterscheidung wird in der Sprachwissenschaft der fundamentale Unterschied zwischen Lexikon und Syntax definiert.

Die qualitative Scheidung zwischen Wortformen und Lexemen beruht jedoch nicht auf beweisbaren Sätzen, sondern ist eine Grundannahme, die die Sprachwissenschaft axiomatisch setzt. Karl Bühler (Die Axiomatik der Sprachwissenschaften, 1933) spricht in diesem Zusammenhang sogar vom "Dogma von Lexikon und Syntax" und warnt davor, sich an diesem für die Sprachwissenschaft "bezeichnendsten Strukturgesetz" zu vergreifen.

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