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Semjon Konstantinowitsch Timoschenko

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Semjon Konstantinowitsch Timoschenko (russisch Семён Константинович Тимошенко; * 6. Februar 1895 in Furmanowka; † 1. April 1970 in Moskau) war ein sowjetischer Marschall im Zweiten Weltkrieg.

Leben

Timoschenko wurde als Sohn eines armen Bauern geboren und lernte bereits ab früher Jugend harte Arbeit kennen. Im ersten Weltkrieg diente er als Maschinengewehrschütze und bekam zwei Georgskreuze verliehen. Im April 1918 trat er in die Rote Armee ein, kommandierte bald eine Abteilung und schließlich das 1. Krim-Kavallerieregiment mit dem er an den Gefechten bei Zarizyn teilnahm. Nach einer Reiterbrigade wurde ihm zunächst die 6. Kavalleriedivision und im August die 4.Division übertragen. Bei der entscheidenden Schlacht gegen die Weiße Armee unter Pjotr Nikolajewitsch Wrangel wurde er schwer verwundet, führte aber weiter, wofür er den Rotbannerorden erhielt. Nach dem Bürgerkrieg diente er als Korpskommandant, ab 1933 als Stellvertreter im Militärbezirk Weißrussland bzw. Kiew. Ende 1935 nahm er unter Iona Yakir am ersten Manöver teil, bei dem Panzer, Flugzeuge und Artillerie in großen Mengen eingesetzt wurden. 1937 erhielt er das Kommando über den Militärdistrikt Nordkaukasus, um ein Jahr später jenen von Kiew zu übernehmen. In diesen Jahren verschwanden Vorgesetzte und Kameraden in großer Zahl. Von den höheren Kommandanten sollten neben ihm lediglich Kliment Jefremowitsch Woroschilow und Semjon Michailowitsch Budjonny überleben. Nach Kriegsausbruch führte Timoschenko die Invasionsarmee in Ostpolen. Am 7. Januar 1940 wurde ihm das Kommando über die Nordwestfront übertragen mit dem Auftrag im Rahmen des finnisch-sowjetischen Winterkrieges die Mannerheim-Linie zu durchstoßen. Dies gelang, jedoch später als erwartet und unter weit höheren Verlusten. Den Preis für diese nicht überzeugende Leistung musste allerdings nicht Timoschenko zahlen (er wurde als Held der Sowjetunion ausgezeichnet), sondern Verteidigungsminister Woroschilow, der seine Funktion an Timoschenko abgeben musste.

Einziger negativer Punkt in seiner Laufbahn ist die Niederlage von Charkow, bei der 240.000 sowjetische Soldaten in deutsche Kriegsgefangenschaft gerieten. Nach dem Krieg nahm Timoschenko eine Stelle als Befehlshaber des Militärbezirks Weißrussland an und trat 1960 in den Ruhestand. Er wurde zweimal als Held der Sowjetunion ausgezeichnet (1940 und 1965) und war Mitglied der KPdSU seit 1919.

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