Das CineDat-Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Semaphorine

Aus CineDat.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Semaphorine (semaphor aus dem Griechischen für Signal) sind eine Klasse von sekretierten oder Membran-assoziierten Proteinen, die im Zentralnervensystem durch repulsive oder attraktive Interaktion mit Neuropilin- und Plexin-Rezeptoren an der axonalen Wegfindung beteiligt sind

Funktion

Neben dem Induzieren der Aussprossung und des Wachstums von Nervenzellen (siehe: Nervenwachstumsfaktor) ist es auch wichtig, das Wachstum zu begrenzen, um nicht über das Ziel hinauszuschießen. Diese Wachstumsbegrenzung wird von den Semaphorinen (gemeinsam mit wahrscheinlich noch anderen Molekülen) übernommen. Zu der Familie gehören u.a. das Myelin-basic-protein (MBP) und ein Molekül namens NoGo.

  • NoGo verhindert auch beim erwachsenen Menschen das Wachstum von Nervenzellen im Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark). Forscher versuchen daher gezielt die Bildung dieses Faktors im Rückenmark bei Menschen mit einer Querschnittlähmung zu unterdrücken. Sie erhoffen sich das Wiederaussprossen von Nervenzellen und eine Heilung dieser Krankheit. Bei Amphibien (Fröschen), die eine wesentlich bessere Nerven-Regeneration besitzen als wir, sind diese Experimente bereits erfolgreich.

Literatur

  • Martin Schwab, E., J.P. Kapfhammer and C.E. Bandtlow (1993): Inhibitors of neurite growth. Annu. Rev. Neurosci. 16:565-595
  • Martin Schwab: Nogo and axon regeneration. Current Opinion in Neurobiology. 2004, 14:118-124
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Semaphorine, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge