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Seeaufklärer
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Seeaufklärer (engl. Maritime Patrol Aircraft, MPA) sind Flugzeuge, die auf Patroullienflügen über dem Meer lange im Einsatz verbleiben und ein großes Gebiet überwachen bzw. nach Über- und Unterwasserobjekten absuchen können. Sie sind ein wichtiges Element in der Verteidigung von Staaten, welche Küsten und Häfen aufweisen oder Ölplattformen besitzen. Gemäß diesem Anforderungskatalog verwendet man für diese Aufgabe oftmals modifizierte Verkehrsflugzeuge.
Meistens sind es mit Propellerturbinen angetriebene Maschinen. Der britische Seeaufklärer Nimrod wird noch bis zum Ende des Jahrzehnts der einzige mit Strahltriebwerken angetriebene Seeaufklärer der Welt sein. Im zweiten Weltkrieg und den 1950er Jahren wurden oft auch Flugboote in der Rolle des Seeaufklärers eingesetzt.
Zu den wichtigsten zusätzlichen Ausrüstungsbestandteilen gehören ein leistungsfähiges Radar zur Überwasserzielsuche und zur Seeüberwachung, abwerfbare Sonarbojen und eine MAD-Antenne zur Ortung von U-Booten.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Aufklärungsflugzeugen sind Seeaufklärer bewaffnet, das heißt, sie können selbständig gegen Schiffe und U-Boote (U-Jagd) vorgehen. Hierfür besteht die Bewaffnung aus Anti-Schiffs-Lenkwaffen und aus Torpedos, die meistens in einem Waffenschacht mitgeführt werden. Primär arbeitet sie aber im Verbund mit Marinekampfflugzeugen zusammen, wobei das Ziel aus sicherer Entfernung beobachtet wird und dem angeifenden Kampfflugzeug via Data-Link die erforderlichen Daten für den Einsatz der AShMs übermittelt werden.
Bis in die Anfänge des Kalten Krieges hinein wurden auch Militärluftschiffe als Seeaufklärer verwendet.
Liste von Seeaufklärern
vor 1945:
nach 1945:
- Berijew Be-6
- Grumman HU-16 Albatross
- Lockheed P-3
- Breguet Atlantic
- BAe Nimrod MR 1/MR 2
- Berijew Be-12
Siehe auch
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