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Pons

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Bild:Disambig-dark.svg Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen finden sich unter Pons (Begriffsklärung).

Der Pons (Brücke) ist ein Abschnitt des Gehirns. Es gehört, zusammen mit dem Kleinhirn, zum Metencephalon (Hinterhirn). An einem Gehirn fällt die Brücke bereits bei flüchtiger Betrachtung als deutlich erhabener Querwulst zwischen Mesencephalon (Mittelhirn) und Myelencephalon (Nachhirn) auf. Zusammen mit Mesencephalon und Myelencephalon bildet sie das Stammhirn.

Anatomie

Bild:Gray679.png
Pons und Medulla oblongata

Man unterteilt die Brücke in einen unteren Abschnitt, die Basis (Pars basilaris pontis), und einen oberen Teil, die Brückenhaube (Tegmentum pontis).

An der Basis sind zwei Längswulste erkennbar, in denen beidseits die Pyramidenbahn (Tractus pyramidalis) verläuft. In der mittigen Rinne (Sulcus basilaris) zwischen diesen Bahnen verläuft ein wichtiger Zufluss für die Blutversorgung des Gehirns, die Arteria basilaris. Hinter dem Pons liegt noch ein kleinerer Querwulst, das Corpus trapezoideum (Trapezkörper), in dem die Hörbahn verläuft und an dem die Hirnnerven VI.-VIII. an die Oberfläche treten. Die im Querschnitt sichtbare Verbindungslinie beider Hälften (Raphe) besteht vorwiegend aus kreuzenden Nervenfasern.

Seitlich an der Brücke tritt der sehr kräftige V. Hirnnerv (Nervus trigeminus) an die Gehirnoberfläche.

Der obere Abschluss der Brückenhaube bildet den vorderen Teil des Bodens der Rautengrube (Fossa rhomboidea) und damit des 4. Ventrikels. Die Verbindung zum Kleinhirn stellt beidseits der mittlere Kleinhirnschenkel (Pedunculus cerebelli medius) her.

Funktion

Die Brücke (Pons) ist Durchgangsstation für alle Nervenfasern zwischen den vorderen und dahinterliegenden Abschnitten des Zentralnervensystems. Neben diesen Fasersträngen (weiße Substanz) liegen in der Brücke einige Ansammlungen von Nervenzellen, die Brückenkerne (Nuclei pontis). Diese Brückenkerne sind Umschaltstation der Verbindungen zwischen Großhirn und Kleinhirn, die im Bereich der Brücke von links nach rechts bzw. von rechts nach links kreuzen. An einem Querschnitt durch die Brücke erkennt man schon mit bloßem Auge diese Querverbindungen (Fibrae transversae pontis).

In der Brückenhaube liegen außerdem ein Teil der Formatio reticularis und die motorischen Ursprungskerne einiger Hirnnerven (V, VI, VII).

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