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Nordallianz

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel behandelt die Afghanische Nordallianz. Für den Münchner Kommunalverband siehe Nordallianz (München)

Die Nordallianz war ein Zusammenschluss verschiedener afghanischer Gruppen (die meisten Tadschiken) zur Bekämpfung der Taliban. Sie wurde im März 1992 als militärisches Zweckbündnis zur Befreiung Afghanistans gegründet und bestand aus früheren Mudschahiden und anderen ethnischen Gruppen.

Sie standen unter der Leitung von Ahmad Schah Massoud und nannten sich Nationale islamische Einheitsfront zur Befreiung Afghanistans, wurden aber aufgrund ihres Hauptterritoriums im Norden immer nur Nordallianz genannt. Zwar verfügte die Nordallianz über wenig Rückhalt in der größten Volksgruppe Afghanistans, den Paschtunen, doch wurde sie offiziell von der UN anerkannt und stellte somit die legitime Regierung Afghanistans. Die Nordallianz wollte eine nationale Politik, worauf auch schon der Name hinweist, und nicht eine Politik der internationalen Interessen an Afghanistan. Die wichtigsten Verbündeten waren der Iran, Indien und Russland.

Die Nordallianz errang 1992 die Kontrolle über die Hauptstadt Kabul, verlor sie jedoch 1996 an die Taliban. 1998 kontrollierte die Nordallianz lediglich noch ein kleines Gebiet um die Stadt Kunduz.

Der politische Führer der Nordallianz war Burhanuddin Rabbani. Der militärische Führer, Ahmad Schah Massoud (Der Löwe vom Pandschir), wurde am 9. September 2001 von Selbstmordattentätern getötet.

Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 in den USA kämpfte die Nordallianz auf der Seite der Amerikaner. Durch deren Luftunterstützung konnte die Stadt Mazar-e-Sharif am 9. November 2001 zurückerobert werden. Am 12. November marschierten ihre Streitkräfte in die von den Taliban verlassene Hauptstadt Kabul ein.

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