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Nina Kunzendorf
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Nina Kunzendorf (* 1971 in Mannheim) ist eine deutsche Schauspielerin.
Von 1992 bis 1996 studierte sie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Hamburg. Nach einem ersten Engagement am Nationaltheater Mannheim spielte Nina Kunzendorf von 1998 bis 2000 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. 2001 wechselte sie nach München und gehört seitdem zum Ensemble der Münchner Kammerspiele. 2005 erhielt sie gemeinsam mit Brigitte Hobmeier, Thomas Loibl und Stefan Sevenich den Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Darstellende Kunst.
Ihr Fernsehdebüt gab Nina Kunzendorf 2001 in Jo Baiers Nachkriegs-Saga Verlorenes Land. Seitdem war sie in zahlreichen Fernsehproduktionen, darunter erneut unter der Regie Jo Baiers in Stauffenberg als Stauffenbergs Ehefrau Nina, und 2002 auch in Margarethe von Trottas Rosenstraße auf der Kinoleinwand zu sehen. Ihren ersten Kinoauftritt hatte sie bereits 1991 in Langer Gang von Yilmaz Arslan.
2004 war sie in Rainer Kaufmanns vielfach preisgekröntem Drama Marias letzte Reise in der Rolle der Krankenschwester Andrea zu sehen und wurde dafür zusammen mit Monica Bleibtreu und Michael Fitz mit einem Sonderpreis des Bayerischen Fernsehpreises 2005 bedacht.
Ebenfalls 2004 spielte sie in der Polizeiruf 110-Episode Der scharlachrote Engel das Opfer eines Gewaltverbrechens, das sich weigert, die von ihm erwartete Opferhaltung einzunehmen. Für ihre darstellerische Leistung wurde Nina Kunzendorf 2006 zusammen mit ihren Schauspielkollegen Michaela May und Edgar Selge, sowie Regisseur Dominik Graf und Drehbuchautor Günter Schütter mit dem Grimme-Preis in Gold ausgezeichnet.
Allein im Jahr 2006 waren neben dem Polizeiruf 110 mit Sperling und die Katze in der Falle, Die Nachrichten und Marias letzte Reise vier Filme, in denen Nina Kunzendorf mitwirkte, für den Adolf-Grimme-Preis nominiert.
Nina Kunzendorf ist Mutter eines Sohnes (* 2005) und lebt in München. Im April 2006 stand sie für die Literaturverfilmung Hurenkinder, so der vorläufige Arbeitstitel, nach einem Roman von Christine Grän unter der Regie von Andreas Kleinert in Hamburg vor der Kamera. Ebenfalls im Jahr 2006 entstand, inszeniert von Lars Kraume, der Film Guten Morgen, Herr Grothe, der im Rahmen der Berlinale 2007 in der Sektion Panorama gezeigt wurde.
Filmographie
- 1991 - Langer Gang
- 2001 - Verlorenes Land (TV)
- 2001 - Hochzeitstag (TV)
- 2002 - Treibjagd (TV)
- 2002 - Rosenstraße
- 2003 - Schimanski - Das Geheimnis des Golem (TV)
- 2003 - Stauffenberg (TV)
- 2003 - Polizeiruf 110 - Der scharlachrote Engel (TV)
- 2004 - Die Nachrichten (TV)
- 2004 - Marias letzte Reise (TV)
- 2005 - Sperling und die Katze in der Falle (TV)
- 2005 - Nette Nachbarn küsst man nicht (TV)
Auszeichnungen
- 2005 Bayerischer Kunstförderpreis Darstellende Kunst
- 2005 Bayerischer Fernsehpreis für Marias letzte Reise
- 2006 Adolf-Grimme-Preis in Gold für Polizeiruf 110 - Der scharlachrote Engel
Weblinks
- Literatur von und über Nina Kunzendorf im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Nina Kunzendorf in der Internet Movie Database
- Biographie auf BR-Online
- Kurzbiographie mit Foto
- "Jede Rolle ein Geheimnis" FAZ, 31.03.2006
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kunzendorf, Nina |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schauspielerin |
| GEBURTSDATUM | 1971 |
| GEBURTSORT | Mannheim |
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