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Neurotizismus

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Neurotizismus ist ein faktorenanalytisch ermitteltes Persönlichkeitsmerkmal in der Persönlichkeits- und Differenzielle Psychologie. Dieses bildet zusammen mit der Extraversion, der Verträglichkeit, der Offenheit und der Gewissenhaftigkeit die Big Five (Psychologie).[1]

Adjektive wie gespannt, ängstlich, nervös, launisch, empfindlich, reizbar und furchtsam "laden" positiv auf diesem Faktor.

Der Neurotizismuswert kann durch objektive Testverfahren – in den meisten Fällen Fragebögen – erfasst werden. Solche Tests sind z.B. der 566 Fragen umfassende MMPI-Persönlichkeitsfragebogen (Minnesota Multiphasic Personality Inventory) oder der NEO-FFI.

Nach Hans Eysenck kann man Menschen mit einem hohen Neurotizismuswert folgende Eigenschaften zuschreiben:

  • emotional labil
  • neigen zu Nervosität (die sich in "nervösen Störungen", wie Neurosen manifestieren kann)
  • beklagen sich oft über körperliche Schmerzen (Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Schwindelanfälle etc.)
  • beklagen sich oft über Ärger und Ängste
  • reagieren schnell auf Stress, Stressreaktionen klingen langsamer ab

Für Eysenck handelt es sich um eine genetisch-bedingte, physiologisch-unterstützte Persönlichkeitsdimension, auf der sich jedes Individuum einordnen kann.

Literatur

  • Amelang, M., Bartussek, D. Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung. Kohlhammer, Stuttgart 2001
  • Asendorpf, J. Psychologie der Persönlichkeit. Springer, Berlin 2004
  • Pervin, L. et. al. Persönlichkeitstheorien. UTB, 2005
Wikipedia
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