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Name
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Namen sind Bezeichnungen, an die keine denotative Bedeutung gekoppelt ist (Es können aber Konnotationen ent- oder bestehen). Sie können Objekte oder Begriffe bezeichnen. Namen sind somit einem Begriff oder Gegenstand zugeordnete Informationen, die etwas von etwas anderem unterscheiden sollen (Funktion der Identifikation). Sie sind eine künstliche Eigenschaft, die mit dem Bezeichneten zu diesem Zweck verbunden wird. Namen im engeren Sinne sind Eigennamen, die ein individuelles Wesen, eine Sache oder ein Ding bezeichnen.
Darüber hinaus gelten im weiteren Sinne auch solche Bezeichnungen als Namen, die sich auf Wesen oder Dinge mit gemeinsamen Merkmalen beziehen (Gattungsnamen). Im Kontext der Grammatik werden manchmal sogar alle Substantive als Namen bezeichnet (Nomen).
Das Herstellen und Verwenden (Erkennen) der Namen soll mit minimalem Aufwand möglich sein. Mit der wissenschaftlichen Erforschung von Namen beschäftigt sich die Onomastik. Die Herkunft von Namen versucht die Etymologie zu klären.
Die sprachlichen Eigenschaften von Namen werden in dem Artikel Eigenname dargestellt. Die ältesten bekannten Namen aus dem indoeuropäischen Sprachraum (Indogermanische Personennamen) waren zumeist zweigliedrig und bestanden aus zwei verschiedenen Wortstämmen. Aus ihnen entwickelten sich die meisten unserer Vornamen.
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Personennamen
Heutige Personnenamen bestehen aus einem Vornamen und einem Familiennamen. Allgemein gebräuchlich sind Nachnamen im deutschen Sprachraum seit dem 13. bis 14. Jahrhundert, in manchen Gebieten erst später. Darüber hinaus gibt es Zwischennamen, wie zum Beispiel Patronyme und Metronyme. In Europa ist es üblich den Vornamen auszusprechen, um eine Person zu rufen. In einigen asiatischen Gegenden, z.b. in Vietnam ist es normal, dass der Familienname zuerst gerufen wird.
Eigennamen
Eigennamen sind Namen von Orten oder Gegenständen, die den Ort oder Gegenstand selbst bezeichnen. Siehe auch: Nomination.
Unternehmensnamen und Markennamen
Unternehmensnamen (siehe auch Firma) sind oft vom Namen des Gründers abgeleitet, z B. Rosenthal AG. In vielen Fällen beinhalten sie aber auch den Namen eines Produktes oder der Produktgruppe, welches das Unternehmen anfertigt oder ursprünglich angefertigt hat. Auch Kunstnamen sind üblich. Unternehmensnamen können zugleich auch Markennamen sein oder Markennamen beinhalten. vgl. Etymologie von Markennamen
Ortsnamen
Die deutschen Ortsnamen (s.a. Toponym) haben zum Teil eine lange Geschichte, weswegen sich Aussprache und Schreibung oft so verändert haben, dass der ursprüngliche Name nicht mehr zu erahnen ist. Aus dem lateinischen Augusta Vindeilicorum wurde zum Beispiel das heutige Augsburg, aus Aquisgranum Aachen, aus Castra Regina Regensburg.
Straßennamen
Straßennamen dienen der Orientierung in einer Stadt.
Daneben gibt es auch Bundes- und Landstraßen, die streckenweise Namen erhalten haben. Diese Namen weisen u. a. auf Kultur (z. B. Klassikerstraße), Sehenswürdigkeiten (z. B. Burgenstraße) oder historische Traditionen (z.B. Porzellanstraße) hin. Siehe auch Ferienstraße.
Eine Besonderheit in Deutschland bildet die "Quadratestadt Mannheim". Hier wurden die Häuserblocks benannt bzw. nummeriert; den meisten Bewohnern sind die trotzdem vorhandenen Straßennamen nicht geläufig.
In US-amerikanischen Städten wie New York ist ein großer Teil der innerstädtischen Straßen nummeriert, was die Orientierung ungemein erleichtert.
Wechsel der Straßennamen
Straßennamen können je nach politischer Lage geändert werden. Seit der Neuzeit wurden und werden Straßen häufig nach berühmten Persönlichkeiten benannt, deren Wirken und Schaffen so gewürdigt werden soll. Während Straßen spätestens zur Kaiserzeit des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts nach Kaisern und Fürsten benannt wurden, wurden in der Zeit der Weimarer Republik, während des Nationalsozialismus, der Teilung Deutschlands und heutzutage Straßennamen nach Politikern, politischen Ereignissen und Personen, deren politische und/oder moralische Einstellung den jeweiligen zeitgenössischen Wertvorstellungen entsprach, vergeben.
Ein Beispiel ist die Leipziger Karl-Liebknecht-Straße, die 1933 aus der Zusammenlegung von Zeitzer Straße, Südplatz und Südstraße entstand und Adolf-Hitler-Straße genannt wurde. 1945 folgte unter sowjetischer Besatzung der bis heute gültige Name Karl-Liebknecht-Straße.
Historische Straßennamen
Historische Straßennamen wurden meist nach örtlichen Gegebenheiten (z. B. "Anger", "Kernberg"), Herrschern (z. B. "Karlsstraße"), wichtigen Gebäuden (z. B. "Theaterplatz") oder Anwohnern (z. B. "Mönchsgasse") gebildet.
Gruppierte Straßennamen
Vor allem in Neubaugebieten versucht man häufig, mehrere Straßennamen inhaltlich unter einem Oberbegriff zusammenzufassen. Beispielsweise werden alle Straßen nach Vögeln oder Edelsteinen benannt.
Skurrile Straßennamen
Bei relativ wenigen Straßennamen haben die Stadtväter Humor gezeigt. Die Heidelberger Straßen Oberer Fauler Pelz und Unterer Fauler Pelz sind Straßen, die an einer Justizvollzugsanstalt vorbeiführen. Die Tittentasterstraßen in manchen norddeutschen Städten leiten sich vermutlich von den Wohnquartieren der Hebammen her, die den Milchfluss der Ammen durch Betasten der Brust beurteilen sollten.
Tier- und Pflanzennamen
Tiere, zu denen Menschen eine besondere Beziehung aufbauen, erhalten sehr oft Namen, die menschlichen Namen entsprechen. In Märchen, aber auch in Erzählungen der Neuzeit, haben Tiere oft Namen.
Dagegen ist die schon seit der Antike nachweisbare, von Carl von Linné in unserer heutigen Form eingeführte Nomenklatur nicht im engeren Sinn "Name", sondern bezieht sich meist auf Eigenschaften, die in die Gattungsnamen eingearbeitet werden. Diese Eigenschaften können sowohl Organe, Aussehen, als auch Fundorte beschreiben. Des Weiteren werden auch teilweise Personen gewürdigt, die die Art als erste beschrieben haben bzw. geehrt werden sollen. Deutsche Tier- und Pflanzennamen werden nach ähnlichen Gesichtspunkten gebildet, beruhen jedoch nicht grundsätzlich auf Binominalität.
Eine weitere Form der Tier- und Pflanzennamen sind Benennungen von Zuchtformen, also von willentlich erzeugten Kreuzungen bzw. Hybriden von Tieren und Pflanzen. Die Namensgebung erfolgt meist durch die Züchter, die ihre Erzeugnisse oft nach sich selbst oder dem Zuchtort benennen. Allerdings werden vor allem Zuchtpflanzen häufig nach berühmten Persönlichkeiten (z. B. Herrschern) benannt.
Gegenstände
Auch Gegenstände hatten oder haben Eigennamen, dies ist in verschiedenen Kulturen üblich. So führten etwa bei den Germanen einzelne Schwerter (z.B. Siegfrieds Schwert „Balmung“) oder Helme Namen, heute noch Autos (z. B. die „Grüne Minna“), Schiffe, Eisenbahnzüge, Puppen oder Spieltiere.
Kunst und Namen
In der Kunst spielen Namen eine wichtige Rolle. Mit dem eigen- oder Künstlernamen einen "Namen" zu erarbeiten, ist eine der größten Motivationen der meisten Künstler. Mit der Bekanntheit des eigenen "Namens" steigt auch der Wert seiner angebotenen Kunst.
Salvador Dalí ging gegen Ende seiner Karriere spielerisch um mit seinem Namen. So signierte er weiße Blätter und verkaufte diese. Den Käufern stand es frei, ein Bild zu malen, das den Namen Dalí trug. Einen anderen Ansatz verfolgt das Kunstprojekt "1111namen.com". Da wird jeder beliebige Name Teil des Gesamtwerkes.
Zitate
- „Der Name ist nicht alles, aber ohne guten Namen ist alles nichts.“ - (Karl-Heinz W.Smola, Trend- und Zukunftsforscher)
- „Ein guter Name ist mehr wert als Reichtum“ - (Miguel de Cervantes, spanischer Schriftsteller)
- „Nomen est omen.“ - (lateinisches Sprichwort)
- „Namen sind Schall und Rauch.“
- „Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.“
Siehe auch
- Begriff, Wort
- Trivialname, Benennung, Bezeichnung, Buchtitel, Identifizierung, Firma
- Namenszusatz, Paragramm, Titel, Zuordnung
- Namensrecht, Markenartikel, Wappen, Zirkel (Studentenverbindung)
- Patronym
- Top Level Domain
Weblinks
| Wiktionary: Name – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
- Manfred Spitzer: Namen: Schall und Rauch?. RealVideo aus der BR-alpha-Reihe Geist und Gehirn. (ca. 15 Minuten)
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- Manfred Spitzer: Gesichter und Namen. RealVideo aus der BR-alpha-Reihe Geist und Gehirn. (ca. 15 Minuten)
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