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Muße
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Mit Muße bezeichnet man die Zeit, welche einem Menschen zum Nutzen nach eigenem Wunsch zur Verfügung steht, worin er "sich erquickt und auferbaut".
Zeiten oder Augenblicke der Muße, ehedem nicht leicht zu erringen, werden stark vom Leben im 'Hier und Jetzt' bestimmt: Carpe diem (lat., sprich karpe di-em = "Nutze den Tag!"). Doch nicht alle Freizeit ist gleichzeitig auch "Muße", da viele Freizeitaktivitäten indirekt von Fremdinteressen bestimmt werden.
Im Sinne von "schöpferischer Muße" tritt sie bereits - im Gegensatz zur Arbeit - in der Antike auf (griechisch s|cholé gegenüber pónos, lateinisch otium gegenüber negotium). Während die Denker der Antike die Muße mit ihren charakterbildenden und kreativen Möglichkeiten für wertvoll hielten, hat z. B. der Protestantismus Beruf und Arbeit hoch gehalten und sich gegen jeden Müßiggang (= "aller Laster Anfang") gewandt. Diese "Protestantische Ethik" ist auch zu einer wesentlichen Grundlage der kapitalistischen Ideologie geworden.
Heute wird der Aspekt sehr wichtig, sich Muße zum Erhalt der Gesundheit zu gönnen. Im Rahmen der Wellness-Bewegung werden hierzu viele Methoden der Meditation und Körperwahrnehmung verwendet.
Siehe auch
Links
- otium – Initiative zur Rehabilitierung von Muße & Müßiggang
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