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Leerzeichen
Aus CineDat.
| Satzzeichen |
|---|
| -, –, — |
| . , , , ; , : , … , · |
| ¿, ?, !, ¡, ‽, ؟ |
| „…“, »…« …, ’ |
| /, \ |
| (…), […], {…}, 〈…〉 |
| ␠ |
| Sonstige |
| • … |
| €, $, ¥, £, ¤ |
| @, & |
| |, ¦ |
| °, ′, ″, ‴ |
| *, †, ‡ |
| #, №, ª, º |
| §, ¶ |
| ©, ®, ™, ℠ |
| _ |
| ~, ˜ |
| Rechenzeichen |
| +, −, ×, ∙, :, ∕, ÷, ±, ∓ |
| =, ≈, ≠ …, ~, ∝ …, <, > … |
| √, ∫ |
| %, ‰ |
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Das Leerzeichen (auch Leerschritt, bes. schweiz. Leerschlag oder englisch space, blank) dient der Abgrenzung von Wörtern oder anderen Informationen innerhalb eines zusammenhängenden Fließtextes. Man erhält ein Leerzeichen auf der Schreibmaschine und der Computertastatur durch Betätigen der Leertaste, der größten Taste unten auf der normalen Computertastatur. Für einen guten Schriftsatz werden Leerzeichen unterschiedlicher Breite verwendet.
Inhaltsverzeichnis |
Breite des Leerzeichens
Schreibmaschinenschriften waren ausschließlich nichtproportional (Monospace-Schriften) – das heißt jedes Zeichen besaß die gleiche Breite, auch das Leerzeichen. Bei solchen Monospace-Schriften können daher Leerzeichen auch zur Ausrichtung von Tabellen, anstelle des Tabulators verwendet werden.
Im Bleisatz wurden Leerzeichen in verschiedenen Breiten mit Hilfe des sogenannten Blindmaterials (z. B. Gevierte, Spatien) erzeugt.
Verwendung von Leerzeichen
Leerzeichen sind zum einen notwendig, um eine Zeile zum Blocksatz zu strecken. Darüber hinaus werden sie in Abkürzungen wie z. B. verwendet. Auch die korrekte Schreibweise von Zahlen wird mit Hilfe der Leerzeichen erreicht (Bsp. 888 888 888). Der Wortzwischenraum entspricht bei den meisten Schriftarten etwa dem Raum, den ein kleines „i“ einnehmen würde. Die Größe der Wortzwischenräume bleibt im Flattersatz konstant, während sie im Blocksatz variieren kann.
In der modernen Textverarbeitung trifft die Schreibmaschinentastatur auf die Typographie. Der typographisch weniger geschulte Computernutzer ist mit der Verwendung der richtigen Leerzeichen meist überfordert, da sie je nach Anwendung unterschiedlich eingegeben werden müssen. Teilweise werden auch vom Textverarbeitungsprogramm selbstständig die passenden Leerzeichen erkannt. Neben den unterschiedlichen Breiten gibt es noch geschützte Leerzeichen, die am Zeilenende nicht umgebrochen werden dürfen.
Verschiedene Breiten:
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Entwicklung des Leerzeichens
In antiken Texten war eine Trennung der Wörter nicht üblich. Die dichte Anordnung des Textes zwang den Leser zur sorgfältigen und in den meisten Fällen lauten Lektüre. Erst im 7. Jahrhundert wurde die Wortteilung eingeführt. Die klaren Wortabstände erleichterten das schnelle Erkennen und Verstehen der Texte.
Johannes Gutenberg kannte nur einen richtigen Wortabstand. Den Randausgleich der Zeilen in seiner 42-zeiligen Bibel erzielte er mit Hilfe verschieden breiter Buchstaben. Der gute Wortabstand entsprach dem Innenraum des kleinen „n“. An ihm orientierten sich von nun an die guten Schriftsetzer.
Die Erfindung der Schreibmaschine brachte einen weiteren Wortabstand. Er entsprach der immer gleichen Buchstabenbreite und ließ das Gefühl für den richtigen Zwischenraum verschwinden.
Jan Tschichold, der Erneuerer der Typografie des 20. Jahrhunderts, griff die mittelalterliche Idee des guten Wortabstands wieder auf. Sein Biograf Werner Lemke berichtet, dass Tschichold kleine Florpapierstückchen in seiner Geldbörse aufbewahrte, um die Buchstaben- und Wortabstände ideal auszugleichen, wo die feinsten Spatien der Schriftsetzer nicht ausreichten.
Dementsprechend sollte bei Drucksachen auf den guten Wortabstand geachtet werden. Denn zu große Wortabstände erzeugen, wie der präraffaelitische Buchkünstler William Morris sagt: „Hässliche sich windende weiße Linien im Text“, die senkrecht oder schräg zu den Zeilen verlaufen. In der bilderreichen Sprache der Buchdrucker heißt dieser typografische Fehler „Gießbach“ oder „Gasse“. Gießbäche lassen das Auge aus dem Text irren und erschweren das Lesen.
HTML
In HTML wird das geschützte Leerzeichen durch (non-breaking space) eingegeben, für Abkürzungen und Zahlengruppen kann   (thin space) verwendet werden „z. B.“, „12 345 000“. Allerdings ist das schmale Leerzeichen zurzeit in vielen Fonts nicht definiert und wird daher nicht korrekt dargestellt. Weitere Hinweise finden sich unter Webtypografie.
ASCII und andere Kodierungen
Das Leerzeichen hat den ASCII-Code 32. Für bestimmte Zwecke gibt es besondere Leerzeichen, zum Beispiel das nicht-umbrechende oder geschützte Leerzeichen, in ISO 8859-1 mit dem Zeichencode 160:
Um ein Leerzeichen im Text sichtbar darzustellen, gibt es in Unicode auch ein gesondertes Zeichen, das Zeichen „␣“ (U+2423, in HTML-Codierung darstellbar mit ␣).
Leerzeichen in URIs
Da das Leerzeichen in URIs als Sonderzeichen zählt, wird es, wie auch beispielsweise deutsche Umlaute und eckige oder geschweifte Klammern, kodiert. Die Kodierung besteht aus dem Zeichen % und dem Zeichencode (gemäß ISO 8859-1) in zwei Hexadezimal-Ziffern, für das Leerzeichen wäre das %20. In der älteren Codierung application/x-www-form-urlencoded wird ein Leerzeichen durch ein „+“ ersetzt.
Siehe auch
- Leerraum (Whitespace)
- Geschütztes Leerzeichen
- Schmales Leerzeichen
- Satzzeichen
- Klempen (fehlendes Leerzeichen)
- Plenk (überflüssiges Leerzeichen vor Satzzeichen)
- Deppenleerzeichen (Agovis)
Weblinks
| Wiktionary: Leerzeichen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
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