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Laxenburg
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| Wappen | Karte |
|---|---|
| Bild:Wappen at laxenburg.jpg | Bild:Map at laxenburg.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland (Österreich): | Niederösterreich |
| Bezirk: | Bezirk Mödling |
| Fläche: | 10,59 km² |
| Einwohner: | 2.736 (Volkszählung 2001) |
| Bevölkerungsdichte: | 258 Einwohner je km² |
| Höhe: | 177 m ü. A. |
| Postleitzahl: | 2351, 2361 |
| Vorwahl: | 0 22 36 |
| Geografische Lage: | Koordinaten: 48° 04′ N, 16° 21′ O48° 04′ N, 16° 21′ O |
| Kfz-Kennzeichen: | MD
|
| Gemeindekennziffer: | 3 17 15 |
| Gliederung Gemeindegebiet: | 1 Katastralgemeinde |
| Adresse Gemeindeamt: | Schlossplatz 7–8 2361 Laxenburg |
| Offizielle Website: | www.laxenburg.at/ |
| E-Mail-Adresse: | gemeinde@laxenburg.at |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Ing. Robert Dienst (ÖVP) |
Laxenburg ist eine Marktgemeinde in Niederösterreich, etwa 20 km südlich von Wien im Bezirk Mödling an der Schwechat. Bekannt ist der Ort vor allem für Schloss, Schlosspark und Franzensburg.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Der Ort ist heute vor allem durch sein Schloss (Blauer Hof), das neben Schönbrunn der wichtigste Sommersitz der Habsburger war, und den daran angrenzenden weitläufigen Schlosspark mit der zu besichtigenden Franzensburg bekannt.
Erste Nennungen aus dem frühen 13. Jahrhundert beziehen sich auf ein Ministerialengeschlecht von Lachsendorf.
Die Parkanlage mit diversen, damals noch sehr kleinen Prunkbauten wurde 1333 habsburgisch.
Große Bedeutung gewann der Ort, als Herzog Albrecht III. von Österreich im 14. Jahrhundert das vorhandene kleine Schloss zu einem stattlichen Jagdschloss ausbauen ließ. Der Bau ist heute als so genanntes Altes Schloss (im Park, nach dem Haupteingang rechter Hand gelegen) bekannt. Diese Gründung nannte Herzog Albrecht Lachsenburg, und diese Bezeichnung setzte sich schließlich für den gesamten Ort durch. 1388 verlieh Herzog Albrecht Laxenburg das Marktrecht.
Im 17. Jahrhundert wurde die Parkanlage von Lodovico Burnacini erweitert.
Der imperiale, barocke Blaue Hof (oder Neues Schloss) wurde erst um 1710 von Johann Lucas von Hildebrandt im Auftrag von Reichsvizekanzler Friedrich Karl Schönborn am Eingang zur Parkanlage erbaut. Später erwarb Maria Theresia den Blauen Hof, die ihn ab 1756 durch den Hofbauarchitekten Nicoló Pacassi weitläufig ausbauen ließ.
Die Kirche, direkt gegenüber dem Blauen Hof gelegen, enthält als erster Bau nördlich der Alpen geschwungene Fassadenelemente (Kennzeichen des Hochbarock). Sie wurde 1693– 1703 von Carlo Antonio Carlone begonnen und 1703–1724 von Matthias Steinl fortgeführt.
Nach 1780 wurde der Laxenburger Schlosspark, anders als der im französischen Stil beibehaltene Schönbrunner Schlosspark, in einen englischen Landschaftsgarten umgestaltet. Seitdem enthält er auch schmale, romantische Wanderwege, mehrere künstlich angelegte Teiche und auf einer Insel befindet sich die nach Kaiser Franz I. benannte Franzensburg.
1849 entstand die heutige politische Gemeinde.
Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth verbrachten 1854 ihre Flitterwochen in Laxenburg. Auch ihre ersten drei Kinder - Sophie (1855-1857), Gisela (1856-1932) und Kronprinz Rudolf (1858-1889) - wurden auf Schloss Laxenburg geboren.
1919 übernahm der Kriegsgeschädigtenfonds die Schlossanlage. Seit dieser Zeit ist die Stadt Wien Grundeigentümer des Parkareals von Laxenburg.
Nach dem Anschluss Österreichs 1938 wurde der Ort in Groß-Wien (Teil des 24. Bezirk) eingemeindet; erst Jahre nach der Befreiung Österreichs durch die Alliierten im Jahr 1945, nämlich 1954, wurde Laxenburg wieder eigenständig und fiel an Niederösterreich zurück.
Vom Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 bis zum Österreichischen Staatsvertrag im Jahr 1955 errichteten sowjetische Besatzungstruppen im Blauen Hof einen ihrer wichtigsten Stützpunkt südlich von Wien. Während dieser Zeit wurden Prunkbauten und Park schwer in Mitleidenschhaft gezogen.
Zu Ende der 1950er-Jahre auftauchende Pläne, den schwer devastierten Schlosspark für eine Weltausstellung im Jahr 1967 zu nützen, zerschlugen sich zwar, dennoch wurde die Anlage durch die Länder Niederösterreich und Wien revitalisiert. Für die Verwaltung und Vermarktung von Park und Schloss wurde die Schloss Laxenburg Betriebsgesellschaft gegründet, an der die Bundesländer Niederösterreich und Wien zu je 50% beteiligt sind. Das Schloss beheimatet heute die IIASA mit ihren über 200 Mitarbeitern.
In den letzten Jahrzehnten hat sich Laxenburg zu einem sehr begehrten Wohnort und gleichzeitig zu einem der beliebtesten Ausflugsziele in Niederösterreich entwickelt.
Am Weltkongress der Interpol in Rio de Janeiro im September 2006 wurde beschlossen, das weltweite "Zentrum für Forschung und Lehre der Interpol" in Österreich anzusiedeln. Letztlich fiel die Wahl, unter anderem bedingt durch die verkehrsgünstige Lage nahe dem Flughafen Wien-Schwechat, auf Laxenburg. Das ehemalige Palais Kaunitz, in dem die Kreuzschwestern bis 1988 eine Hauswirtschaftsschule führten und das danach in ein Seminar- und Gemeinschaftszentrum umfunktionert wurde, wird dafür von den Kreuzschwestern zur Verfügung gestellt werden. Mit den Umbauarbeiten soll ab Mitte 2007 begonnen werden.
Bevölkerungsentwicklung
| Volkszählung | Einwohner |
|---|---|
| 2001 | 2.736 |
| 1991 | 2.605 |
| 1981 | 1.861 |
| 1971 | 1.353 |
Quelle: Bevölkerungsentwicklung 1869 - 2001 der Statistik Austria
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Politik
Bürgermeister der Marktgemeinde ist Ing. Robert Dienst, Amtsleiterin Ilse Emminger.
Im Marktgemeinderat lautet seit der Gemeinderatswahl 2005 die Verteilung der 21 Mandate: Liste ÖVP 15, SPÖ 4, Liste Grüne 2.
Einrichtungen / Wirtschaft
Laxenburg ist Sitz zahlreicher Institutionen, darunter das Internationale Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) und das Österreichische Filmarchiv, das am Gelände des ehemaligen Forsthauses beheimatet ist.
Weiters befindet sich im Ort ein Kloster samt Altenheim der Kreuzschwestern und ein Seminarzentrum („Ort der Mitte“), das in den nächsten Jahren aber von der Interpol übernommen und zu einem "Zentrum für Forschung und Lehre der Interpol" umgebaut wird.
Laxenburg hat gemeinsam mit den Nachbargemeinden Wiener Neudorf, Biedermannsdorf und Guntramsdorf auch Anteil am größten Gewerbegelände Österreichs, dem IZ NÖ Süd.
Vereine / Organisationen
Der Ort hat ein reichhaltiges Angebot an Vereinen und Organisationen. Ein Auszug:
- Fußballklub FC Laxenburg,
- Freiwillige Feuerwehr,
- Hilfswerk Laxenburg,
- Katholische Jungschar,
- Kultur- & Museumsverein,
- Kulturverein Alt-Laxenburg,
- Musikschule,
- Seniorenbund,
- Pensionistenverband,
- Tennisclub,
- Union-Reitclub
- u.a.
Söhne und Töchter der Stadt
- Johann Natterer, * 9. November 1787 in Laxenburg bei Wien, † 17. Juni 1843 in Wien, österreichischer Naturforscher
- Gisela Louise Marie von Österreich, *15. Juli 1856 in Laxenburg, † 27. Juli 1932 in München, Erzherzogin von Österreich-Ungarn, Tochter von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth.
- Kronprinz Rudolf, * 21. August 1858 in Laxenburg, † 30. Jänner 1889 in Mayerling, Sohn von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth
- Elisabeth Marie von Österreich, Tochter von Kronprinz Rudolf
- Dipl.-Ing. Eduard Hartmann (* 3. September 1904; † 14. Oktober 1966), österreichischer Politiker, Abg. zum Nationalrat (8. November 1949–27. März 1963); Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft (16. Juli 1959–2. April 1964); Landeshauptmann von Niederösterreich (1965–1966)
Partnerstädte
Weblinks/Quellen
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- Eintrag über Laxenburg im Lexikon des Niederösterreichischen Landesmuseums (Für ausführlichere Informationen ist eine kostenlose Registrierung notwendig)
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