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Korporal
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Der Korporal (Corporal [engl.], Caporal [frz.], von caput [lat.] = das Haupt) ist in vielen Streitkräften der unterste Rang der Unteroffiziere. Gemäß des NATO-Rangcodes wird er jedoch mit dem Stabsgefreiten der Bundeswehr gleichgesetzt.
Inhaltsverzeichnis |
Österreich
Im österreichischen Bundesheer ist der Korporal ein Chargendienstgrad (Verwendungsgruppe M ZCh). In der k.u.k. Armee zählte er noch zu den Unteroffizieren (und legte dem entsprechend noch das gelb-schwarze Unteroffiziersportepee an). Heute entspricht ihm in der deutschen Bundeswehr etwa der Dienstgrad Hauptgefreiter.
siehe auch: Dienstgrade im Österreichischen Bundesheer
Schweiz
In der Schweizer Armee ist der Korporal der niedrigste Unteroffiziersgrad (vor dem Mannschaftsdienstgrad Obergefreiter).
Bis zur Armeereform XXI (mit Wirkung zum 1. Januar 2004) erfüllte er die Funktion des Gruppenführers. Seit diese Funktion vom Wachtmeister übernommen wird, ist der Korporalsrang Fachspezialisten ohne Führungsfunktion vorbehalten.
Den Rang des Korporals gibt es noch bei der Feldpost, da die Ausbildung eines Feldpostkorporals wesentlich kürzer dauert als die eines regulären Gruppenführers. Ebenfalls gibt es den Rang des Korporals noch bei der ABC Abwehr aller Truppen. Dabei werden Soldaten nach einer speziellen Unteroffiziersschule zu Korporalen befördert.
In Auslandeinsätzen wird er als Corporal bezeichnet (Cpl). NATO-Code: OR-4.
| Niedrigerer Grad Obergefreiter | Unteroffiziersgrad Korporal | Höherer Grad Wachtmeister |
| Einordnung: Mannschaften - Unteroffiziere - Höhere Unteroffiziere - Subalternoffiziere - Hauptleute - Stabsoffiziere - Höhere Stabsoffiziere Alle Grade auf einen Blick: Grade der Schweizer Armee | ||
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andere Streitkräfte
- Frankreich, Großbritannien, Vereinigte Staaten: In Frankreich, Großbritannien und den Vereinigten Staaten erfolgt die Beförderung zum Korporal nach Bestehen eines gesonderten Lehrgangs. In Frankreich gehört der Korporal dennoch zu den Mannschaften. In Großbritannien und den USA zählt er zu den Unteroffizieren - obwohl er paradoxerweise im NATO-Vergleich als "Oberstabsgefreiter" nur zu den Mannschaften gerechnet wird.
- Niederlande: In den Niederlanden wird man „Korporaal“ nach einer längeren Dienstzeit im Mannschaftsrang.
- Preußen: In Preußen stand der „Corporal“ einer bis zu 30 Mann starken Korporalschaft vor. Der Corporal rangierte zwischen dem Gefreiten und dem Sergeanten bzw. Feldwebel. Die Bezeichnung Corporal wurde 1856 in „Unteroffizier“ gewandelt. Als Freikorporal wurden bis 1807 die (adligen) Offiziersanwärter benannt.
Siehe auch
- Dienstgrade in der British Army
- Dienstgrade in der französischen Armee
- Dienstgrade in der US Army
- Dienstgrade in den Armeen des Deutschen Kaiserreichs
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