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Gehörbildung
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Gehörbildung ist ein Bereich der Musikbildung. Sie bezeichnet den langwierigen Prozess, in dem das Gehör geschult wird Intervalle, Tonhöhen und Rhythmen zu hören und zu bestimmen. Anfangs trainiert man das Gehör, Intervalle sukzessiv und simultan zu bestimmen, dann Tonfolgen, Rhythmusdiktate und später auch Melodiediktate, die Rhythmusdiktat und Tonfolge zusammenschließt. An Musikhochschulen werden mehrstimmige Melodiediktate zum Bestehen der Aufnahmeprüfung vorausgesetzt, das heißt man muss mehrere Melodien, die gleichzeitig gespielt (polyphoner Satz) werden, notieren. Ebenso ist Gehörbildung ein fester Bestandteil der Abiturprüfung im Leistungskurs Musik einiger Bundesländer.
Des Weiteren beinhaltet die Gehörbildung auch die Erfassung verschiedenster Akkordgruppen. Erst wer alle Akkorde kennt, kann auch komplexerer Musik folgen. Zu der Gruppe komplexerer Akkorde gehören z. B. folgende Akkordarten:
X7 (b9/13), X Major 7(#5), X7 (b9/13) sus4, X Major7 (#9), X7 (#9), X Major7 (b5) etc.
Bei der Gehörbildung geht es nicht um das perfekte Hören von komplexen Akkorden oder Intervallen in großer Geschwindigkeit, sondern darum Zusammenhänge in der Musik (tonal oder atonal) zu erkennen.
Siehe auch:
Literatur
- Ulrich Kaiser, Gehörbildung. Satzlehre, Improvisation, Höranalyse, Grundkurs, Kassel 1998 ISBN 3-7618-1159-4
- Ulrich Kaiser, Gehörbildung. Satzlehre, Improvisation, Höranalyse, Aufbaukurs, mit einem Formkapitel von Hartmut Fladt, Kassel 1998 ISBN 3-7618-1160-8
Weblinks
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