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Filmstiftung Nordrhein-Westfalen

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Filmstiftung Nordrhein-Westfalen GmbH
Geschäftsführung: Michael Schmid-Ospach
Gründung: 27. Februar 1991
Ort: Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen)
Gesellschafter: Land Nordrhein-Westfalen (35 %)
Westdeutscher Rundfunk Köln (40 %)
Zweites Deutsches Fernsehen (10 %)
RTL Television GmbH (10 %)
Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen - LfM (5 %)
Förderetat: rund 36 Millionen Euro pro Jahr (Stand 2006)
Anschrift: Filmstiftung NRW
Kaistraße 14
40221 Düsseldorf
Website: http://www.filmstiftung.de

Die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen GmbH (Filmstiftung NRW) ist eine Filmförderungsanstalt. Sie hat den Auftrag der kulturellen sowie wirtschaftlichen Förderung der Filmwirtschaft in Nordrhein-Westfalen.


Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der da­malige Ministerpräsident Johannes Rau und der damalige WDR-Intendant Friedrich Nowottny schufen als Gründungsgesellschafter im Jahr 1991 etwas völlig Neues: Eine regionale Filmförderung, die als GmbH mit dem Ziel geschaffen wurde, NRW zu einem wichtigen Filmland in Europa zu machen. Dem Düsseldor­fer Vorbild folgten später Regionalförderungen in ganz Deutschland und Europa. Die Film­stiftung ist mit einem Budget von rund 32 Millionen Euro eine der größten Filmförde­rungen Europas. In NRW gehören neben Land und WDR mittlerweile auch das ZDF, RTL und die Landesan­stalt für Medien zu den Gesellschaftern.

Seit 2001 ist Michael Schmid-Ospach Geschäfts­führer der Filmstiftung. Er übernahm das Amt vom langjährigen Geschäftsführer der Förderung Dieter Kosslick, der jetzt Leiter der Berlinale ist.

Im Jahr 2003 wurden die Förderaufgaben des Filmbüros NW in die Filmstiftung NRW integriert und sind in der Produktion II-Förderung enthalten.

Förderungen

Seit ihrer Gründung hat die Filmstiftung nach eigenen Angaben 444 Kinofilme mit knapp 250 Millionen Euro geför­dert. Dazu kommen 153 Fernsehprojekte (80 Millionen Euro) sowie 177 Low-Budget- und Kurzfilme (12 Millionen Euro). Mit ihrem NRW-Effekt, der von den Produzenten for­dert, dass er für jeden Euro Förderung mindestens 1,50 Euro in Nordrhein-Westfalen ausgibt, konnte die Filmstiftung rund 610 Millionen Euro nach NRW leiten.[1] Bereits 1992 konnte die Filmstiftung mit der Komödie Schtonk von Helmut Dietl einen Erfolg verbuchen, der mit einer Oscar-Nominierung gekrönt wurde. Bislang gab es neun Nominierungen durch die Academy.

Förderbereiche

Drehbuchförderungen

Drehbuchautoren können – ob mit oder ohne Produktionsfirma im Rücken – Unterstützung für das Schreiben eines Drehbuchs beantragen. Als Voraussetzungen gelten hier meist ein Exposé und ein Wohnsitz in NRW.

Stoffentwicklung

Zum 1. November 2006 führte die Filmstiftung NRW die Förderung der Stoffentwicklung als neues Förderinstrument ein. Produktionsfirmen können hier z.B. an fertigen Drehbüchern arbeiten.

Vorbereitungsförderung

Dieses Instrument gilt der Unterstützung von Produzenten, die mit einem fertigen Drehbuch auf den 1. Drehtag zusteuern.

Produktion 1

Gefördert wird die Produktionsvorbereitung ebenso wie die Postproduktion, die Produktion von abendfüllenden Spielfilmen, von Kurzfilmen, Millionenproduktionen und Low-Budget-Projekten.

Produktion 2

In die Abteilung „Produktion 2“ sind die Förderaktivitäten des ehemaligen Filmbüro NW e.V. übergegangen. Der Schwerpunkt der Förderung liegt bei kleineren bzw. Low-Budget-Projekten. Hier können auch Abschlussfilme der Filmschulen in NRW gefördert werden

Verleihförderung

Nach der Fertigstellung des Films wird hier dem Filmverleih finanziell unter die Arme gegriffen.

Kinoförderung

Die Kinoförderung setzt sich zum einen mit Neu- und Umbaumaßnahmen auseinander, zum anderen mit dem angebotenen Programm. Da kleine Kinos mit extravagantem Spielplan wirtschaftlich nicht mit Multiplexen mithalten können, werden sie staatlich gefördert.

Besondere Förderungen

Hörspielförderung

Die Filmstiftung fördert talentierte Hörspielautoren mit Stipendien und ermöglicht mit ihrer Produktionsförderung das Entstehen außergewöhnlicher Hörspiele.

Gerd Ruge-Stipendium

Das Gerd Ruge-Stipendien wurden erstmals in 2002 vergeben und seitdem einmal jährlich ausgeschrieben. Das mit 100.000 Euro dotierte Stipendium soll Dokumentarfilmern die Entwicklung ihres Kinoprojektes ermöglichen. Unter Vorsitz des Journalisten Gerd Ruge entscheidet eine achtköpfige Fachjury über alle eingereichten Anträge und vergibt dementsprechend den Stipendiumsbetrag.

Kinderfilme

Besonderes Augenmerk legt die Filmstiftung auch auf den Kinderfilm. Filme wie Die wilden Hühner, Lauras Stern oder Der Schatz der weißen Falken wurden unterstützt.

Förderbeispiele

Erfolgreiche geförderte Filme (Auswahl)

Zusammenarbeit mit Regisseuren (Auswahl)


Beteiligungen und Mitgliedschaften der Filmstiftung NRW

Quellen

  1. Zum 15. Jubiläum der Filmstiftung NRW
Wikipedia
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