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Filmkomponist

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Ein Filmkomponist ist ein Komponist, der Filmmusik schreibt.

Der Ursprung liegt in den Anfängen der Filmgeschichte, in der Stummfilme von Pianisten begleitet wurden. Es gab hierfür zwar auch feste Partituren, die Herausforderung war jedoch, die Geschwindigkeit des Spiels an den ursprünglich von Hand gedrehten Filmprojektor anzupassen. Im Zeitalter des Jazz war die Improvisation ein gängiges Mittel, einen Film zu untermalen und die Geräusche des Projektors zu übertönen. Diese Praxis ist nicht gänzlich ausgestorben, Aljoscha Zimmermann ist ein Beispiel für einen lebenden Experten für Stummfilme am Klavier. Die Münchner Philharmoniker begleiteten in den vergangenen Jahren Metropolis in der Münchner Philharmonie.

In der frühen Phase des Tonfilms übernahm der Film die Rolle der früheren Operetten, er machte Melodien einem breiten Publikum bekannt und zu Gassenhauern, von denen heute noch unzählige als Evergreens gespielt werden. Insofern spielten Filmkomponisten eine nicht geringe Rolle. In Deutschland waren Marlene Dietrich oder Zarah Leander, Hans Albers und Hans Moser bedeutende Interpreten. Joseph Schmidt landete mit Ein Lied geht um Welt einen Welterfolg.

Die Bedeutung der Musik für den Film drückt sich u.a. darin aus, dass für Filmmusik ein eigener Oscar verliehen wird. Große Filmkomponisten schafften es immer wieder, dass ihre Musik als das eigentliche Filmereignis empfunden wurde, so etwa Philip Glass bei Koyaanisqatsi

Zu den weltweit bedeutendsten Filmkomponisten zählen Henry Mancini (Orson Welles Touch of Evil 1958, die erste große Filmmusik mit lateinamerikanischem Jazz, Breakfast at Tiffany's 1961, den Rosaroten Panther ab 1963, und Howard Hawks Film Hatari), Nino Rota (arbeitete für Federico Fellini und Luchino Visconti, schrieb die Musik zu Der Pate), Ennio Morricone (1 Oscar, Spiel mir das Lied vom Tod), John Barry (5 Oscars, u.a. für Der mit dem Wolf tanzt), John Williams (43 mal für den Oscar nominiert, davon 5 mal gewonnen), Jerry Goldsmith (Omen, Star Trek-The Motion Picture, Alien u.a.), Danny Elfman oder der Deutsche Hans Zimmer.

Lars von Trier und mit ihm die Dogma-Filmer nahmen in ihre Regeln den völligen Verzicht auf Filmmusik als unnatürlichem Element auf. Musik darf demnach nur vorkommen, wenn sie tatsächlich in der Handlung vorkommt. Hier wird der Filmkomponist überflüssig.

Siehe auch

Wikipedia
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