Das CineDat-Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Fruchtbarkeit
Aus CineDat.
Als Fruchtbarkeit wird die Fähigkeit von Organismen bezeichnet Nachkommen, also Früchte, hervorzubringen. Frucht ist zwar eigentlich nur die Bezeichnung für die Nachkommen der Pflanzen, kann aber auch auf andere mehrzellige Organismen übertragen werden. Im früheren Sprachgebrauch war daher auch das Wort "Leibesfrucht" die Bezeichnung für einen menschlichen Embryo bzw. Fötus. In Medizin und Biologie wird auch das Synonym Fertilität (vom lateinischen fertilis = fruchtbar, ergiebig, befruchtend) benutzt.
Die Fruchtbarkeit ist ein Begriff, der tief in der Menschheitsgeschichte verwurzelt ist. Er hat in zweierlei Hinsicht mit dem Fortbestand zu tun:
Zum einen durch den Ackerbau und die damit vor mehr als 10.000 Jahren begonnene Landwirtschaft, die zur Entwicklung der Menschheit entscheidend beigetragen hat. In diesem Zusammenhang spielte die Fruchtbarkeit von Böden bzw. deren Nährstoffgehalt aber auch des Viehs eine wichtige Rolle. Zum anderen durch die menschliche Fruchtbarkeit, also der Zeugungsfähigkeit und Gebärfähigkeit von Männern und Frauen. In diesem Zusammenhang findet man durchgehend in allen Kulturkreisen Fruchtbarkeitsriten und Fruchtbarkeitssymbole, sowie in den Religionen und Glaubensrichtungen Einflüsse von Gottheiten.
Die Fruchtbarkeit von Menschen kann durch diverse Einflüsse, wie zum beispiel Belastung der Umwelt mit Giften und Krankheiten herabgesetzt oder verhindert werden. Dazu zählt z.B. der Genuss von Alkohol oder eine chronische Bleivergiftung. Starkes Rauchen schädigt den Uterus und verringert die Fertilität, denn die befruchtete Eizelle kann sich nur schwerer im Endometrium einnisten. In einer Studie wurde die Hälfte der Frauen, die rauchten, schwanger, bei starken Raucherinnen war es nur ein Drittel der Frauen.[1]. Die fruchtbaren Tage der Frau etwa lassen sich mittels der Knaus-Ogino-Methode ermitteln - diese wird oft zur natürlichen Empfängnisverhütung verwendet.
Die Phase des Menschenlebens, in der dieser fruchtbar und zeugungsfähig ist, beginnt mit der Pubertät und endet für Frauen mit den Wechseljahren (Klimakterium). Männer hingegen können bis ins hohe Alter zeugungsfähig sein. Im Allgemeinen nimmt die Fruchtbarkeit aber mit zunehmendem Alter ab.
Im übertragenen Sinn steht die Fruchtbarkeit einer Person oder eines Volkes für deren bzw. dessen eigene Schaffenskraft, Kreativität und Stärke.
In der Demografie wird mit der totalen Fertilitätsrate (TFR) eine rechnerische Durchschnittsgröße verwendet, welche die Zahl der Kinder angibt, die eine (Durchschnitts-)Frau im Laufe ihres Lebens - meist zwischen ihrem 15. und 45. Lebensjahr - zur Welt bringt.
Fertilität und Mortalität sind die Einflussfaktoren des natürlichen Bevölkerungswachtums. Dabei unterschreiten die meisten Industrieländer schon seit den 1970er Jahren die "magische Schwelle" von 2,1 Kindern pro Frau, das sogenannte einfache Ersatzniveau oder auch Ersatzniveau der Fertilität, unterhalb dessen die Bevölkerung langfristig abnimmt.
Quellen
Siehe auch
Weblinks
- Artikel über Fruchtbarkeit der Frau
- Fertility Calculator Tool zur Berechnung der fruchtbaren Tage der Frau (engl.)
- Kinderwunsch-Lexikon - zum Thema Fruchtbarkeit von Mann und Frau
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Fruchtbarkeit, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
