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Keinohrhasen ist eine deutsche Komödie von und mit Til Schweiger. In den Hauptrollen spielen Til Schweiger, Nora Tschirner, Matthias Schweighöfer, Alwara Höfels und Jürgen Vogel. Der Boulevard ist sein Revier: Reporter Ludo (Til Schweiger) ist mit Paparazzo Moritz (Matthias Schweighöfer) ständig auf der Jagd nach Stars, Starlets und Boxenludern. Manchmal glaubt er sogar selbst an die Storys, die er verzapft – und eines Tages geht das ins Auge: Die Richterin brummt ihm 300 soziale Arbeitsstunden in einem Kinderhort auf. Dort herrscht Anna (Nora Tschirner), die den Schwerenöter Ludo schon als Kind nicht ausstehen konnte – Ludo muss also barfuß durch die Hölle. Zwischen Klatschspalten und Klettergerüsten entdeckt er sich selbst – es ist der Knüller seines Lebens… weiter » Orgie des Todes (Synonymtitel: Das Phantom im Mädchenpensionat [TV]; Originaltitel: Enigma rosso; Synonymtitel: Red Rings of Fear, Rings of Fear, Trauma, Virgin Killer und Virgin Terror) ist ein italienisch-deutscher Thriller von Alberto Negrin aus dem Jahr 1978. In den Hauptrollen spielen Fabio Testi, Christine Kaufmann, Fausta Avelli, Ivan Desny und Jack Taylor. Kommissar Gianni di Salvo untersucht den Mord an der Internats-Schülerin Christina; bald stellt er bei seinen Ermittlungen fest, dass die Internatsleitung ein düsteres Geheimnis hütet: Die Schülerinnen werden in die vornehme Gesellschaft als willige Gespielinnen vermittelt und deren Familien anschließend erpresst. Di Salvo gerät in einen Studel von Intrigen und Morden, die er mit der ihm aufgetragenen "Diskretion" nicht lösen kann; er greift zu unkonventionellen Ermittlungsmethoden, die weiteren Toden führen. In der deutschen Fassung trägt der eigentlich recht unspektakuläre Film den reißerischen Untertitel "Blutjung - frühreif und zu tode gequält"; im Film zu sehen ist davon freilich wenig. Regisseur Alberto Negrin tischt dagegen einen etwas holprig inszenierten Thriller auf, der mit einigen Nackszenen in den Duschkabinen des Mädcheninternats "garniert" ist, jedoch weder durch seine Darsteller oder seine Story zu fesseln vermag. Auch filmisch hinterlässt Orgie des Todes keinen bleibenden Eindruck - ein blasser Euro-Krimi, der ebenso gut auch fürs Fernsehen produziert worden sein könnte. Ansehbar für Genrefreunde, einschläfernd für den Durchschnittszuschauer. weiter » Der goldene Kompass (Originaltitel: The Golden Compass) ist ein Fantasy-Film von Chris Weitz aus dem Jahr 2007. Gleichzeitig handelt es sich um eine Adaptation des ersten Romans Northern Lights (1995) aus der Trilogie His Dark Materials von Philip Pullman. In einer Parallelwelt werden alle Menschen von tierischen "Dämonen" begleitet, die eine Kreuzung aus Schutzgeistern und Seelen der Menschen darstellen; kontrolliert wird die Welt durch das Magisterium, eine Mixtur aus Kirche und Gedankenpolizei. Der nonkonfirmistische Lord Asriel entdeckt, dass mittels des "Staubs" Verbidungen zu anderen Parallelwelten möglich sind. Er bricht zu einer Expedition auf, um das Phänomen zu erforschen. Wenig später reist ihm die zwölfjährige Lyra Belacqua hinterher, die ihren verschollenen Freund Roger Parslow finden möchte; für die Reise erhält sie ein Alethiometer, dass die Wahrheit identifizieren und jede Frage beantworten kann. Auf ihrer Reise wird sie von den Gyptern unterstützt und von den Gobblern verfolgt; zu ihren Begleitern wird der Panzerbär Iorek Byrnison. An der gerafften Filmhandlung wird die komplexere literarische Vorlage von Philip Pullman deutlich; die Filmadaptation von Philip Pullman erreicht dabei leider nicht die Kongenialität eines Peter Jackson, der in seiner Lord of the Rings-Trilogie die wesentlichen Handlungsstänge plausibel zusammenzuführen vermochte. Amüsant und unterhaltsam ist Der goldene Kompass dennoch, wenngleich nur wenige dauerhafte und positive Eindrücke verbleiben. Ansehbar für Freunde von Parallelwelten und stromlinienförmigen Fantasy-Epen, die sich an ein breites Publikum richten. weiter »
Seit 80 Jahren gilt die Originalfassung von Fritz Langs ›Metropolis‹ als verschollen. Das ZEITmagazin zeigt in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe erstmals ausführlich die fehlenden Szenen des Meisterwerks aus dem Jahr 1927 und berichtet exklusiv darüber, wie der Film im Archiv des Museums Museo del Cine in Buenos Aires aufgespürt wurde. Durch die Neu-Entdeckung werden Schlüsselszenen des Stummfilms verständlich, Nebenfiguren bekommen nun eine tragende Rolle. Rainer Rother, Leiter der Deutschen Kinemathek in Berlin und der ›Retrospektive‹-Reihe der Berlinale, hat die Szenen für das ZEITmagazin begutachtet und kommt zu dem Schluss: "Metropolis, Fritz Langs berühmtester Film, kann neu gesehen werden". Für ihn stellt der Fund eine "sensationelle Entdeckung" dar. Prof. Martin Koerber, Restaurator der bislang bekannten Fassung von "Metropolis", der die Szenen ebenfalls begutachtete, bestätigt wie Rainer Rother die Authentizität des Materials. Er fügt hinzu: "Egal wie schlecht der Zustand des Materials sein mag, wird jetzt auch für den normalen Zuschauer die ursprüngliche Intention des Films mit allen Nebenfiguren und Nebenhandlungen wieder erfahrbar. Der Rhythmus des Films wird wieder hergestellt". weiter » Geburt einer Nation (Originaltitel: The Birth of a Nation) ist ein Stummfilmklassiker von D. W. Griffith aus dem Jahr 1915. Birth of a Nation gilt als das erste große Meisterwerk der noch jungen Filmkunst und als finanziell erfolgreichster Film in der Geschichte des Stummfilms. Zugleich handelt es sich um ein rassistisches Pamphlet und ersten Film, der im Weißen Haus in Washington vorgeführt wurde. In zwei Teilen wird eine Liebesgeschichte aus der Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs erzählt. Uraufgeführt als The Clansman und nach Publikumsprotesten drei Monate später in The Birth of a Nation umbenannt, wird der Film für die Wiederbegründung des Ku-Klux-Klans mitverantwortlich gemacht. Alle relevanten Rollen von Schwarzen und Mulatten werden von geschminkten weißen Schauspielern dargestellt, denn eine Berührung von schwarzem Mann und weißer Frau war in jenen Jahren undenkbar. Für die damals astronomisch hohe Summe von über 100.000 Dollar in neun Wochen gedreht, führte der Film zahlreiche Novitäten der Filmtechnik und Dramaturgie ein: Parallelmontage, Verwendung von realen Landschaften als Hintergrund, Nachtaufnahmen, Einsatz von Kamerafahrten, Nahaufnahmen, dramaturgische Inszenierung von Filmhöhepunkten und erstmals Schlachtszenen mit Hunderten von Statisten. Griffith kümmerte sich weniger um die inhaltliche Ausrichtung des neuen Mediums als um seine Ausdrucksmöglichkeiten und setzte Maßstäbe für das moderne Hollywood. weiter »
Shadow - Dead Riot (Originaltitel: Shadow: Dead Riot) ist ein Horrorfilm von Derek Wan aus dem Jahr 2006. In den Hauptrollen spielen Tony Todd, Carla Greene, Nina Hodoruk, Michael Quinlan und Cat Miller. Ein grausamer Serienmörder wird im Gefängnis durch die Todesstrafe hingerichtet; während der Exekution explodiert sein Körper und es kommt zu einem blutigen Gefangenenaufstand mit zahlreichen Toden. Noch zwanzig Jahre später spukt der Geist des Mörders durch die Gefängnisgemäuder und belästigt dessen Insassen - nunmehr allesamt Frauen in einem neumodischen Resozialisierungsprogramm. Nun eine der Gefangenen widersetzt sich - die Tochter eines der Vergewaltigugnsopfer des untoten Mörders. Als Crossover zwischen Gefängnisfilm und Blaxpoitation erzählt Regisseur Derek Wan seine naive Geschichte mit Zombies und vielen nackten Frauen. Obwohl der Plot reichlich parodistisches Potenzial aufweist, geschieht dies mit einem ernüchternden Bierernst, bei dem der Spaß vollständig auf der Strecke bleibt. Zudem bewegen sich auch darstellerische Leistungen und Spezialeffekte am untersten Ende einer C-Picture-Produkton. Nicht zuletzt wurden ähnliche Stoffe bereits mit erheblich mehr Witz und Esprit erzählt, so beispielsweise im noch immer gradiosen Beyond Re-Animator (USA/Spanien 2003). Shadow - Dead Riot fällt dagegen reichlich ab und vermag in keiner Hinsicht zu überzeugen: Nicht sehenswert! weiter »
Monsanto - Mit Gift und Genen (Originaltitel: Le monde selon Monsanto) ist ein französischer Dokumentarfilm von Marie-Monique Robin aus dem Jahr 2007. Drei Jahre hat Regisseurin Marie-Monique Robin in Nord- und Südamerika sowie in Europa und Asien recherchiert, mit Bauern in Indien, Mexiko und Paraguay gesprochen, um die Geschichte des heute mächtigsten Samenherstellers der Welt zu rekonstruieren. Das von Werbekampagnen bediente Image des sauberen und umweltfreundlichen Konzerns der »Wissenschaft des Lebens« bekommt tiefe Risse. Dürfen Grundlebensmittel Ziel einer gnadenlos nach Monopol und Marktführerschaft strebenden Unternehmenspolitik sein? Am 11. März 2008 sendete Arte die Dokumentation »Monsanto, mit Gift und Genen« – die Zuschauerresonanz war überwältigend. Filmemacherin Marie-Monique Robin zeigt, was sie in dreijähriger Recherche über Geschäftspraktiken, globale Strategien und den Missbrauch des patentrechtlichen Monopols herausgefunden hat und sorgte damit »in der ganzen Welt für Furore« (Robin). weiter »
Zombie Strippers ist eine US-amerikanische Horror-Komödie von Jay Lee aus dem Jahr 2008. In den Hauptrollen spielen Robert Englund, Jenna Jameson, Joey Medina, Shamron Moore, Penny Drake, Jennifer Holland und Roxy Saint. Bei einem militärischen Experiment in der nahemn Zukunft werden menschenfressende Zombies freigesetzt, die über eine illegale Stripper-Bar herfallen. Das Publikum zeigt sich zunächst begeistert von den leicht unterkühlten Tänzerinnen, doch bald geraten die untoten Stripperinnen außer Kontrolle. Offensichtlich als B-Picture konzipiert vermag diese Parodie durch liebevolle Details und einige hochkomische Einfälle zu gefallen. Plausible Handlung oder überzeugende Darsteller darf man freilich nicht erwarten, solche ›Kleinigkeiten‹ werden im üblichen Splatter-Reigen mit Kunstblut und Eingeweiden ersäuft. Für den Durchschnittszuschauer zu unappetitlich, in der deutschen FSK-18-Fassung zu stark geschnitten, in der Uncut-Version dafür ein großes Vergnügen für Genrefreunde: Sehenswert! weiter » |
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