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NachlassDer Deutschen Kinemathek wurde der Nachlass eines der erfolgreichsten deutschen Schlager- und Tonfilmkomponisten des 20. Jahrhunderts, Michael Jary, übergeben. Jary hat unzählige Hits der 1930er bis 1950er Jahre geschrieben, darunter "Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern" und "Das machen nur die Beine von Dolores". Seine Melodien sind heute noch bekannt, der Mann dahinter kaum mehr: Michael Jary wurde 1906 als Max Michael Jarczyk in Oberschlesien geboren, 1930 ging er nach Berlin zur klassischen Ausbildung an die Staatliche Hochschule für Musik. Er besuchte die Klassen von Paul Hindemith und Arnold Schönberg und begann Zwölftonmusik zu komponieren. Auf einem Hochschulkonzert 1933 wurde seine Komposition vom "Kampfbund für deutsche Kultur" als "undeutsches Gestammel" diffamiert. Daraufhin nannte er sich Michael Jary, sattelte von der klassischen in die Unterhaltungsmusik um und arbeitete ab 1937 regelmäßig für den Film. Michael Jary bildete mit dem Texter Bruno Balz ein Erfolgsduo, das für Zarah Leander Titel wie "Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen" aus dem Film "Die große Liebe" (Rolf Hansen, 1942) produzierte. In der Nachkriegszeit wurde seine Karriere nicht unterbrochen, er etablierte u. a. Evelyn Künneke als Schlagersängerin und wurde mit seiner Musik für Revuefilme wie "Die Dritte von rechts" (1950, Geza von Cziffra) und dem für Heidi Brühl komponierten Ohrwurm "Wir wollen niemals auseinandergeh'n" zum Schlagerkönig. 1988 starb Jary in München. weiter » |
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