Forschung

Visuelle Spezialeffekte: ›Freeze Shot‹-Kameratechnik

Wissenschaftler des Instituts für Computergraphik der Technischen Universität Braunschweig entwickeln eine neue Methode, den Rundum-Kamerafahrt-Effekt (›Freeze Shot‹) mit Hilfe von 3-D-Modellierung und modernen Algorithmen zu vereinfachen.

Bekannt wurde diese Aufnahmetechnik durch die Szenen in dem Film Matrix, in dem die Kamera während der Bewegung des Schauspielers um ihn herum fährt. Die Software erzeugt ein einwandfreies, dreidimensionales Modell der Schauspieler am Computer, das abschließend mit Computerkameras aus allen Positionen gefilmt werden kann und ist zeit- und Kosten sparend. Bislang muss die Kameraführung unter erheblichen Aufwand im Vorhinein genau geplant sein: Bis zu 160 Kameras müssen exakt positioniert und ausgerichtet werden.

Mit der Methode der TU-Wissenschaftler Martin Eisemann, Marcus Magnor und Anita Sellent werden nur eine Handvoll Kameras benötigt. Der größte Vorteil ist, dass die Kamerafahrt und Geschwindigkeit frei zu wählen sind. Die Szenen müssen nur ein Mal aufgenommen werden - auch wenn die Einstellung von der anderen Seite benötigt wird. Der Trick ist, dass die Personen in Echtzeit als 3-D-Modell rekonstruiert werden. Danach kann von jeder Richtung aus die Szene im Computer "nachgefilmt" bzw. der Blickwinkel verändert werden. Der größte Vorteil ist, dass die Kamerafahrt und die Geschwindigkeit frei zu wählen sind.  weiter »

Visuelle Spezialeffekte: ›Freeze Shot‹-Kameratechnik

Visuelle Spezialeffekte: ›Freeze Shot‹-Kameratechnik.

Um das 3D-Modell der Schauspielerin realistisch zu texturieren (rechts), berechnet der Algorithmus die benötigte Verzerrung der aufgenommenen Bilder auf der Oberfläche (links).

Abbildung: TU Braunschweig

Film- und medienwissenschaftliche Forschungen.

Immer mehr Interessengemeinschaften organisieren sich im Internet: YouTube, das berufliche Netzwerk Xing und das StudiVZ zählen zu den bekannteren dieser Communities. Schon heute geht ein Großteil des Datenverkehrs auf solche Interessengemeinschaften zurück. Insbesondere dem Video-on-Demand auf Community-Plattformen werden enorme Wachstumsraten vorhergesagt.

Peer-to-Peer-Technologien, bei denen die Verteilung der Videos wie im Schneeballsystem funktioniert, erlauben eine Verteilung der Kosten für den Datentransfer auf alle Teilnehmer des Netzwerks. Das als Think Tank in der P2P-Forschung etablierte Fachgebiet Multimedia Kommunikation (KOM) der TU Darmstadt entwickelt neue Mechanismen, um die hohen Kosten der Plattformbetreiber für den Download der Filme auf ein Minimum zu reduzieren.

Besonders revolutionär ist, dass die Nutzer durch Rabatte auf Bezahlinhalte für die Verteilung belohnt werden können. Das Düsseldorfer Unternehmen Motionet AG will diese Ideen in die Praxis umsetzen und kooperiert mit KOM bei der Entwicklung eines Prototypen.

Erste kommerzielle P2P-Systeme für Video-on-Demand sind bereits in der Testphase. Bei diesen Systemen beteiligt sich jeder Netzwerk-Teilnehmer (Peer) an der Verbreitung der Filme, so dass die Kosten für das Herunterladen der Dateien auf sämtliche Peers verteilt werden.  weiter »

Die Digitalisierung des Films wird intensiv wissenschaftlich reflektiert; in Deutschland tauchen die ersten Abschlußarbeiten Mitte der 1990er Jahre auf. Schwerpunkte der Forschung liegen im Bereich der technischen Grundlagen (Bildakqusitition und -wandlung, Aufzeichnungsverfahren), der filmästhetischen Auswirkungen (Film-Look vs. ‚Elektronik-Look’) sowie der ökonomischen Potenziale (Geschäftsmodelle, Finanzierung). Filmarchivare beschäftigen sich v.a. mit dem Problem des digitalen Vergessens und neu gewonnenen Rekonstruktionsmöglichkeiten.

In den praxisorientierten Film- und Fernsehhochschulen Deutschlands sind digitale Techniken im Rahmen der jeweiligen finanziellen Möglichkeiten fest etabliert. Intensiv forschend wird beispielsweise an der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München; einige Arbeitsergebnisse sind in dem knapp 400-Seitigen Sammelband Slansky 2003 zusammengefasst.

In der Schweiz wurde zwischen 2000 und 2003 ein Forschungsprojekt zum digitalen Kino an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich durchgeführt, an dem verschiedene Industrie- und Hochschulpartner beteiligt waren. Die Ergebnisse sind ausführlich dokumentiert in Hahne 2005; dem 176-Seitigen Buch liegt eine DVD bei, die u.a. in HD aufgezeichnete Filmausschnitte aus Litte Girl Blue (Schweiz 2003) von Anna Luif sowie einige Mitschnitte von Referaten und Podiumsdiskussionen enthält.  weiter »

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