Filmprojektion

Beim 9. Landshuter Kurzfilmfestival vom 6. bis zum 9. März war erstmals ein komplettes digitales Projektionssystem mit Sony CineAlta 4K-Technik im Einsatz. Verwendet wurde die Installation mit SRX-R110 Projektor und integriertem Media Block unter anderem für das Screening von digital produzierten Festspielbeiträgen in der Alten Kaserne, einem der vier Veranstaltungsorte, sowie im Rahmen der Festival-Preisverleihung am Sonntagabend. Dafür wurden die Beiträge in das JPEG 2000-Format komprimiert und als interoperables DCP (Digital Cinema Package) zur Verfügung gestellt.

Im Rahmen des Medientages am Samstag, 8. März, konnten sich zahlreiche interessierte Besucher ebenfalls einen Überblick über D-Cinema-Technik von Sony verschaffen: Bei einem Demo-Screening wurde größtenteils originäres 4K-Material gezeigt, um die volle Leistung des digitalen Kinos zu präsentieren. Daneben wurden weitere aktuelle Produkte für die Kino- und HD-Produktion vorgeführt, darunter der kompakte Sony XDCAM EX1 Speicherkarten-Camcorder, die neue XDCAM HD 422 Kamera PDW-700 oder die speziell für Filmproduktionen entwickelte Kamera F23.

Das in Landshut gezeigte System wurde, wie alle Sony CineAlta 4K-Produkte, speziell für die gehobenen Ansprüche im digitalen Kinozeitalter entwickelt. Es erfüllt mit einer Auflösung von 4K (= 4.096 x 2.160 Pixel) den höchsten Qualitätslevel der von den Hollywood-Studios ausformulierten digitalen Kinospezifikation und die daraus resultierenden Standards.  weiter »

Nach einer vierjährigen Vorbereitungsphase hat Sony Professional Services den Londoner Entertainment-Komplex ›The O2‹ mit modernster HD-Technologie ausgestattet. Herzstück des ›O2‹ ist die O2-Arena (bis 2005 Millenium-Dome genannt), die Raum für 20.000 Zuschauer bietet. Außerdem umfasst der Komplex den Musikclub indigO2 sowie ein Kino, Ausstellungs- und Unterhaltungseinrichtungen und Gastronomie. ›The O2‹ wird von der Anschutz Entertainment Group (AEG) betrieben, dem zweitgrößten Live-Promoter weltweit. Die Ausstattung des O2 mit HD-Technologie zählt zu den größten Projekten dieser Art, die AEG bislang in Europa durchgeführt hat.

Unter anderem installierte Sony hier XDCAM HD-Camcorder, tragbare XDCAM-Decks, BRC-H700-Robotic Cameras sowie Anycast HD-Stations, die die Datenübertragung zwischen der O2-Arena und dem indigO2-Musikclub ermöglichen. Die ferngesteuerten Sensorkameras vom Typ BRC-H700 zeichnen, auch bei schlechten Lichtverhältnissen, Bilder in höchster Qualität auf.

Von allen Veranstaltungen in der O2-Arena können sie Content an das Anycast System oder einen Ü-Wagen liefern. Die große Flexibilität der Anycast Station ermöglicht ihren Einsatz bei ganz unterschiedlichen Veranstaltungen: von großen Konzerten bis hin zu Konferenzen und Seminaren.  weiter »

ct-Ausgabe 10/2007, Titelbild

Absurderweise führt die Umstellung von analoger auf digitale Filmproduktion zu einer Verschlechterung der Bildqualität im Kino. Die unangefochtene Überlegenheit des Kinoprojektors gilt nicht mehr, eine Filmvorführung mit einem Beamer im heimischen Wohnzimmer liefert teilweise bessere Bildqualität, berichtet das Computermagazin c't in der aktuellen Ausgabe 20/07.

Filme werden fürs Kino gemacht - Videos oder Fernsehaus- strahlungen gelten eigentlich als Zweitverwertung. "Zum ersten mal in der Geschichte des bewegten Bildes ist das Nebenprodukt dem Hauptprodukt aber nicht mehr nur ebenbürtig, sondern kann qualitativ sogar besser sein", so c't-Redakteur Jan-Keno Janssen. Gemeint sind die DVD-Nachfolgeformate HD DVD- und Blu-ray-Disc. Wer sich etwa die Filme X-Men 3 oder Casino Royale zu Hause mit einem Beamer in Full-HD anschaut, sieht eine hochwertigere Bildqualität als im Kino.

Das hat im Wesentlichen zwei Gründe: Viele Regisseure setzen beim Dreh digitale Kameras ein - meist Full-HD-Kameras mit 1080 Bildzeilen, die ideales Material für HD DVD- und Blu-ray-Discs liefern. Full-HD-Auflösung ist aber weit entfernt von der möglichen Qualität analoger 35-mm-Filme, dem traditionellen Kino-Format. Neben der geringeren Auflösung schmälern die Kopierverfahren die Bildqualität: Weil das 35-mm-Format bei Kinoprojektoren Standard ist, wird das digitale Material auf die analogen Filmrollen kopiert - und das möglichst preiswert und schnell.  weiter »

Autokalibrierung der Projektionsgeometrie (Fraunhofer FIRST)

Gestochen scharfe Bilder aus einem Guss auf eine gebogene Fläche zu projizieren, war bisher sehr aufwändig. Eine Software kalibriert die benötigten Projektoren automatisch so, dass die Bilder pixelgenau übereinanderliegen. Das System stellen Fraunhofer-Forscher auf der International Broadcast Convention (IBC) in Amsterdam (7. - 11. September) vor.

Planetarien und Kuppelkinos bieten Filmerlebnisse der besonderen Art - der Zuschauer kann regelrecht in das Geschehen eintauchen. Doch um Filme oder Shows auf gekrümmten Flächen zu zeigen, ist ein enormer Aufwand nötig: Die Bilder werden von mehreren Projektoren generiert, die aufeinander abgestimmt werden müssen. Nur so entsteht ein
nahtloses Gesamtbild. Dazu werden die einzelnen Vorführgeräte entweder von Hand justiert oder die Projektorbilder elektronisch so verzerrt, dass sie sich angleichen.

Beide Verfahren sind jedoch zeitaufwändig und unflexibel. Die Position der Projektoren darf nicht mehr verändert werden. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (FIRST) haben ein System entwickelt, das die benötigten Projektoren automatisch kalibriert und die Bilder pixelgenau übereinanderlegt. Damit werden perfekt synchronisierte Projektionen auf beliebig geformten Flächen möglich.  weiter »

Autokalibrierung der Projektionsgeometrie (Fraunhofer FIRST)

Autokalibrierung der Projektionsgeometrie: Die Projektionsgeometrie auf dem Bildschirm kann an die die Bilder automatisch angepasst werden.

Meldung: Neue Kalibrierungssoftware: Perfekte Projektionen auf beliebig geformten Flächen

Quelle: Fraunhofer FIRST

Auch die digitale Projektion konnte sich bisher, ebenso wie die digitale Distribution, weder in Europa noch in den USA durchsetzen; weltweit existieren bisher nur rund 100 entsprechend eingerichtete Kinos – bei insgesamt über 10.000 Kinoleinwänden [1]. Ähnliche Hemmnisse wie im Bereich der Distribution verhinderten bisher eine rasche Etablierung.

fn1. Westerkamp, in Slansky 2004: 253  weiter »

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