Severed - Forest of the Dead (Australien 2005)

KategorienFilm des Tages
GattungSpielfilm
GenreHorror
Thriller
MediumSpeichermedium
  DVD
cover of Severed - Forest of the Dead (Australien 2005)Severed - Forest of the Dead (Uncut Version)

rating:
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binding: DVD
amazon price: EUR 13,20 EUR


Severed – Forest of the Dead ist ein australischer (?) Horrorfilm von Carl Bessai aus dem Jahr 2005.

Durch eine genmanipulierte Substanz mutieren Menschen in einem abgelegenen Wald plötzlich zu fleischfressenden Zombies; eine kleine Gruppe von Überlebenden versucht, dem Gemetzel zu entfliehen. Mit eher mitteläßigen visuellen Effekten, dafür jedoch dramaturgisch gelungen und atmosphärisch sehr dicht, erweist sich die filmische Umsetzung als durchwachsen.

Severed erreichte bei den IMDb-Ratings eine lediglich mittelmäßige Bewertung von 4,9 von 10 bei 175 abgegebenen Stimmen (Stand: August 2006). Reduziert man den Film auf die Splatter-Ebene, handelt es sich tatsächlich nur um einen mittelprächtigen Horrfilm; bezieht man die zusätzliche Ebene in die Bewertung ein, wird Severed zwar nicht zu einem Meisterwerk, durchaus jedoch zu einem überdurchschnittlichen Film mit Anliegen und Botschaft.

Handlung

Ein großer Konzern holzt rücksichtslos einen abgelegenen Wald ab; Umweltschützer protestieren mit mehr oder minder friedlichen Aktionen dagegen. Dann reißt plötzlich der Kontakt zu den Waldarbeitern ab.

Der Konzernchef schickt seinen Sohn, um die Produktion wieder anzukurbeln. Er denkt dabei nicht an die Experimente seiner Firma mit genetischen Wachstumsbeschleunigern, die just in diesem Waldstück getestet werden. Sein Sohn stößt jedoch bald auf die unerwarteten "Nebeneffekte" der Genmanipulation: Durch einen Unfall ist der Wirkstoff auf Forstarbeiter und Umweltaktivisten übergesprungen und verwandelte diese in fleischfressende Zombies.

Mit den verbleibenden Überlebenden versucht er, aus dem verseuchten Gebiet zu entkommen, doch der nicht ganz ahnungslose Konzern fürchtet ein "PR-Desaster" und riegelt den Wald ab. Bald muß er feststellen, dass die untoten Zombies nicht die schlimmsten Monster im Wald sind...

Kurzkritik

Severed ist dabei jedoch nicht ausschließlich als hirntote Splatter-Schlachtplatte angelegt, sondern orientiert sich stark an Romeros Klassiker Night of the living Dead (USA 1968): Durch den gesamten Film zieht sich eine Ebene von Zivilisations- und Kapitalismuskritik – diese kann man natürlich problemlos ignorieren, aber auch gewinnbringend zur Kenntnis nehmen.

Läßt man sich jenseits der – stellenweise übrigens recht wüsten – Splatter-Effekte auf diese zusätzliche Ebene ein, gewinnt Severed eine neue Qualität, welche die zahlreichen Logikfehler und Defizite der Oberflächenhandlung besser verschmerzen lässt. Zunächst kämpfen Umweltaktivisten gegen Waldarbeiter; die einen haben Angst um ihre Jobs, die anderen haben Angst vor einer zerstörten, nicht mehr lebenswerten Umwelt. Unter den katastrophalen Umständen raufen sich die Überlebenden aus beiden Lagern kurzzeitig gegen den gemeinsamen Gegener zusammen, um schließlich wieder in totale Vereinzelung zu zerfallen: Als sich immer deutlicher herauskristallisiert, dass die eigentlichen Bestien nicht die fleischfressenden Zombies, sondern die Menschen sind, scheint die Grundlage für gemeinsames Handeln zerstört.

Besonders originell ist diese Struktur natürlich nicht; sie wurde bereits ab den 1970er Jahren wiederholt und in hoher Deutlichkeit in Romeros Zombiefilmen durchgespielt; der Sache selbst tut diese Wiederholung jedoch keinen Abbruch – geändert hat sich am analysierten Sachverhalt in der Zwischenzeit nichts. Ebenso wie bereits Romero schlägt Severed-Regisseur Carl Bessai vorsichtig eine Lösung vor: Kampf gegen Vereinzelung, solidarischer Zusammenschluß. Ebenso wie bei Romero scheitern die Akteure bei Bessai damit. Hieraus könnte der geneigte Zuschauer eine Lehre ziehen.

Gesehene Fassung

  • Premiere: 20. Oktober 2005 [International Horror Film Festival]
  • DVD-Start (BRD): 28. April 2006 [Verlaih/I-ON New Media]
  • DVD-Start (BRD): 26. Mai 2006 [Verkauf/I-ON New Media]
  • Laufzeit: ca. 93 Minuten (ungeschnittene Fassung ca. 101 Minuten)
  • FSK: Keine Jugendfreigabe
  • EAN/UPC-Code: 4260034631113

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