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Chronik der Kinder von Golzow
Die Chronik der Kinder von Golzow ist eine filmische Langzeitdokumentation von Barbara und Winfried Junge über in den Jahren 1953 bis 1955 in Golzow (Oderbruch) geborene Kinder. Die »Kinder von Golzow« wurden in der DDR geboren, wuchsen hier auf und wurden in der Mitte ihres Lebens Bürger der Bundesrepublik Deutschland. Die Chrinik schildert in bis heute 17 Filmen das Leben dieser Menschen aus Golzow. Die Filmreihe entstand auf Anregung von Karl Gass; 1961 wurde zunächst von der DEFA ein kurzer Dokumentarfilm produziert, der vom Übergang vom Kindergarten ins erste Schuljahr handelte. In einem weiteren Kurzfilm griff Junge die Idee ein Jahr später erneut auf, doch erst 1978, also nach dem siebten Film, konkretisierte sich die Idee einer kontinuierlichen Langzeitchronik. Aus den in fast zwanzig Jahren angesammelten Material entstanden dann 1979 Anmut sparet nicht noch Mühe sowie 1980/81 die über vierstündigen Lebensläufe. Es folgte eine Zeit der ungewissen Finanzierung, bis am 16. Juni 1986 die Fortführung durch die Hauptverwaltung Film übernommen wurde. Es entstand ein Plan, der bis zum 50 Jahrestag der DDR im Jahr 1999 reichen sollte; es sollten noch zwei vierstündige Produktionen – Lebensläufe 2 und 1999 schließlich Lebensläufe 3 – gedreht werden; ein Jahr später wäre Winfried Junge Rentner geworden, doch durch die politische Wende konnte der Plan nicht wie vorgesehen realisiert werden. 1985 ging Lebensläufe in das »Guinnes Buch der Rekorde« (Guinness Film, Fact & Feats, 1984, S. 127) als Film mit der längsten Produktionsdauer der Filmgeschichte ein. Junge ist damit der einzige deutsche Filmemacher, der mit einem solchen Filmrekord aufgenommen wurde. Im Museum der Gemeinde Golzow gibt es eine »Ständige Filmausstellung«:
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