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BlogsNach dem Tod von Ingmar Bergman und Michelangelo Antonioni, zwei der bedeutendsten Filmregisseure des 20. Jahrhunderts, am 30. Juli 2007 erhielten wir eine Reihe von Anfragen nach bestimmten Werken der beiden Filmpersönlichkeiten. Ein Leser konnte beispielsweise einfach nicht glauben, dass ausgerechnet sein Lieblingsfilm L'eclisse (Italien/Frankreich 1962) nicht auf DVD zu beschaffen sein sollte; ein anderer sucht seit Jahren verzweifelt nach Bergmanns Filmadaptation der Mozartoper Die Zauberflöte (Trollflöjten, 1974) - auch hier musste die Antwort lauten: leider ebenfalls Fehlanzeige. Die letzte Ausgabe erschien 1999 auf VHS-Kassette und ist längst nicht mehr lieferbar. Nicht nur viele Filmklassiker aus den 1960er und 1970er Jahren sind auf dem deutschen DVD-Markt einfach nicht verfügbar, sondern beispielsweise auch signifikante Teile des Filmkanons der Bundeszentrale für politische Bildung aus dem Jahr 2003 - oder nahezu beliebiger anderer cineastischer "Bestenlisten". Obwohl die Werke längst digitalisiert wurden, gibt der Markt es nicht her, sie verfügbar zu halten. Jedenfalls nicht über die legalen Distributionskanäle, denn in den so genannten Tauschbörsen sollen all diese Filmkunstwerke problemlos zu beschaffen sein. Technisch möglich mag das sein, legal ist es jedoch nach aktueller Rechtslage nicht, beispielsweise kompensiert die von Verwertungsgesellschaften erhobene Leermedienabgabe die Filmurheber nicht hinreichend. weiter » Obwohl das CineDat-Portal auf einem dedizierten Webserver gehosted wird, konnte die Performance bisher nicht überzeugen; teilweise dauerte es bis zu zwanzig Sekunden, bis einzelne Seiten geladen wurden. CineDat zieht daher auf einen deutlich leistungsfähigeren Server um, der hoffentlich raschere Reaktionszeiten bieten wird. Der Umzug ist angesetzt für die Nacht zwischen 4. und 5. Juli. Wegen der Latenz des DNS ist es möglich, dass CineDat für bis zu zwei Tage nur eingeschränkt verfügbar ist. weiter » Anläßlich des Amoklaufs eines 18-jährigen Jugendlichen an einer Realschule im westfälischen Emsdetten am 20. November 2006 ließ Bundeskanzlerin Merkel verlauten, eine "grenzenlose Toleranz gegenüber gewaltverherrlichenden Medien" sei "nicht angezeigt" [1]; sie erinnerte an die Ereignisse am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt vom 26. April 2002, wo ein ehemaliger Schüler 17 Menschen getötet hatte. Beide Täter hätten häufig das Computerspiel "Counterstrike" gespielt. weiter » Auf der VSDA Convention 2006 (Video Software Dealers Association) stellte Harris Interactive eine Studie vor, die Aufschluß geben soll über das Freizeitverhalten der US-Amerikaner. Demnach verbringen die Amis – wenig überraschend – einen Großteil ihrer Freizeit vor dem Fernseher. weiter » Mitte 2005 hatte der Online-Händler Amazon.de seinen Online-DVD-Verleih gestartet; für eine Gebühr von knapp zehn Euro bekommt man dort nacheinander insgesamt drei DVDs frei Haus – bei unbegrenzter Leihfrist; die DVD schickt man dann im versandkostenfreien Umschlag zurück, danach erhält man die nächste Lieferung; das klingt alles recht transparent und sehr fair – auch für uns. weiter » Gerade in der Post gewesen: Eine DVD von der Online-Videothek Netleih, auf der dick und fett zu lesen steht:
Haben die etwa eine Sondergenehmigung? Oder vielleicht sollte ich auch mal anfangen, meine DVD-Sammlung zu vermieten? Vielleicht darf man das ja jetzt? Das Bundesjusitizministerium hat am Donnerstag vergangener Woche den Entwurf für die nächste Stufe der Urheberrechtsnovelle vorgestellt. Kritik daran kommt von allen Seiten. weiter » Die US-amerikanische Contentindustrie rührt gerade die Zutaten für ihren Selbstmord zusammen: Die nächste Generation der Unterhaltungselektronik soll vollständig inkompatibel zu heutiger AV- und Computertechnik werden. Unter abstrusen Kürzeln wie NGSCB, TCP, AACS, HDCP, PVP-OVP, PAP-OVP, AES und CA werden im straffen Gleichschritt mit Microsoft, Sony, Intel, Panasonic und Toshiba Komponenten entwickelt, die harmlose Unterhaltung zu Russisch Roulette werden lassen - zumindest für den Konsumenten, der seinen gesamten Gerätepark auswechseln muß: Nur Monitore mit einem verschlüsselten HDCP-Eingang sollen noch Inhalte darstellen können. Das Kürzel steht für High-banwidth Digital Content Protection und bedeutet, dass digitale Bildsignale zwischen Grafikkarte und Display erneut verschlüsselt werden – das Display muß genügend Rechenpower mitbringen, um 138-Bit-AES zu entschlüsseln; Intels Hardware-Verschlüsselung HDCP ist für HDMI (»Here Dominates the Industry«) zwingend vorgeschrieben, per Spezifikation limitiert auf eine Auflösung von 1920x1080 Pixeln (1080p) und bei HDTV-Displays ausschließlich durch das Logo »HD ready« gekennzeichnet. Analoge Monitore oder heutige digitale Displays bekommen entweder gar kein Bild, »buntes Rauschen« (c't 12/05: 186) oder eine durch den »Constrictor« auf 480 bis 540 herunterskalierte, qualitätsreduzierte Version, die dann aber wieder auf die Auflösung des Displays interpoliert wird; DVI-Displays ohne HDCP-Schutz erhalten überhaupt kein Bild. weiter » Bundesjustizministerin Brigitte Zypries äußerte sich auf dem Symposium »Urheberrechtin der Informationsgesellschaft« zu Forderungen nach einer weiteren Verschärfung des Urheberrechts im Rahmen des so genannten »Zweiten Korbs«: weiter »
Der Jahreswechsel dient manchem als Anlaß, gute Vorsätze für das neue Jahr zu fassen; der eine möchte sich das Rauchen abgewöhnen, ein anderer seine Untergebenen freundlicher behandeln und vielleicht auch der eine oder andere Rechtsanwalt über das Berufsethos seines Standes nachdenken. Ich habe mir zum Jahreswechsel vorgenommen, mich dem Boykott von acht ausgewählten Vertretern der Musikindustrie anzuschließen. Die Gründe sind einfach: weiter » |
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