Archive - Aug 1998

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Wolf ist ein Horrorfilm von Mike Nichols. In den Hauptrollen spielen Jack Nicholson, Michelle Pfeiffer und James Spader.

Bis zu einem gewissen Punkt ist diese wohl inszenierte Mär vom Wolfsmann recht anspruchsvoll, was den gut ausgewählten Schauplätzen und dem enormen Staraufgebot zu verdanken ist. Jedem Zuschauer ist bekannt, dass Jack Nicholson (Shining, Die Hexen von Eastwick) auf der Leinwand stets ziemlich ausrasten kann, doch dieses Drehbuch lässt den Charakter seiner Veränderungen gewahr werden, was ihm sehr zum Vorteil gereicht. Der Handlungsort, ein Verlagshaus mitten im Verlauf einer feindlichen Übernahme, ermöglicht es, den Charakteren Leben und Drama einzuhauchen bevor die Horror-Elemente auftreten. Nicholson spielt einen älteren Lektor, der kurz vor der Entlassung steht, und der nach dem Biss eines Wolfes zu einem völlig neuen Menschen wird. Er geht neue Wagnisse in seinem Job ein, lebt ein dynamisches Leben und lässt sich auf eine Liebschaft ein. Doch scheint seine neu gewonnene Energie ihn langsam aufzuzehren.

Regisseur Mike Nichols (Der Tag des Delphins, In Sachen Henry) setzt in der ersten Hälfte des Films auf Spannung und Tempo, doch zum Ende hin verläuft alles leider durch billige Effekthascherei und häufige Zeitlupensequenzen im Sande. Michelle Pfeiffer (Dangerous Minds, Batmans Rückkehr) hat in ihrer Rolle als weibliche Bezugsperson nur wenig zu tun, obschon diese Dame auch mit etwas mehr Mumm ausgestattet ist, als die üblicherweise von ihr verkörperten Charaktere. Besser kommt James Spader (Stargate, Sex, Lügen und Video) davon, der einen überaus schmierigen Arbeitskollegen mimen darf. Nicholson zeigt sich in guter Form und verlässt sich ganz auf seine Gabe, mit kurzem Kopfzucken und tiefen Blicken den Funken überspringen zu lassen, anstatt dies durch aufwändige Maskenbildnerei zu erreichen. Giuseppe Rotunno unterstreicht die Stimmung des Streifens durch schwebende Kameraarbeit. Wolf ist ohne weiteres empfehlenswert. --Doug Thomas  weiter »